Volle Stühle, souveräne Akteure: Weihnachtskonzert der Kreismusikschule macht Spaß

Boomwhackers, Harfe und bunte Piepmätze

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Und auch die Kleinen waren dabei.

Rotenburg - Von Ulla Heyne. Um die 80 Akteure, die den Advent musikalisch einläuten, vom einstimmigen Weihnachtslied bis zum Satz einer Beethoven-Klaviersonate – mit ihrem Weihnachtskonzert demonstrierte die Kreismusikschule den Eltern und Familien am Freitagnachmittag in ihrer Aula wieder eindrucksvoll die große Bandbreite musikalischer Erziehung.

Das fing bei den Jüngsten an: Sie klopften mit „Boomwhackers“-Klangstäben „Ihr Kinderlein kommet“ und ließen mit bunten Tüchern bei „Im Vogelhaus“ die Piepmatzen fliegen – ein schönes Beispiel, wie Musik, Bewegung und Spaß zusammen passen. Der setzte sich bei vielen Beiträgen von Einzelnen und Kleingruppen bis zu den Darbietungen des Kammerorchesters von Birgit Gemander und der Bläserklasse unter der Leitung von Gert Lueken fort.

Neben „konventionellen“ Instrumenten wie Gitarrre, Klavier und Saxophon kamen auch eher seltenere wie Harfe oder Akkordeon zu Gehör. An letzterer überzeugte Michael Dundukov mit zwei hinreißenden Weihnachtsliedern. Der junge Spieler, dessen Großmutter am Bühnenrand kräftig zum Mitsingen animierte, überzeugte nicht nur in punkto Dynamik und Vortrags-Souveränität, sondern auch mit seiner großen Ernsthaftigkeit. Das setzte sich auch bei anderen Vorträgen auf allen Spielstufen fort.

Weihnachtskonzert der Kreismusikschule in Rotenburg

Neben Klassischen Stücken (wunderschön: Saint Saens‘ „Der Schwan‘ mit dem Kammerorchester und Solistin Laura Heuer oder Lémairs „Deuxième Ballade“ mit einer ausdrucksstarken Marei Friedrichsen am Saxophoon) und Weihnachtsliedern fanden sich auch einige unerwartete Stücke im Programm: Das Harry-Potter-Thema in traumgleicher, fast sinfonischer Bearbeitung oder das groovende „School’s Out“ für drei Gitarren.

Schade, dass im Vorweihnachtstaumel so mancher beachtenswerte Vortrag wie der Mozart-Satz des jungen Pianisten Maurice Raschke unterging; an anderer Stelle war die plötzliche Stille wie bei Claptons „Tears in Heaven“ für zwei Gitarren oder einer Chaconne für Harfe fast überwältigend.

Den Schlusspunkt setzte Michael Huang am Klavier, der mit dem technisch anspruchsvollen Beethoven-Satz Maßstäbe setzte.

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