Vogelkundler haben die Möglichkeit, die Flugrouten der Rotenburger Großvögel nachzuvollziehen

45 junge Störche im Landkreis

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Storchenbeauftragter Wilfried Glauch hat in diesem Jahr insgesamt 45 Jungstörche beringt.

Rotenburg - Mit Friedegard und Heintje hat es angefangen. Das Storchenpaar aus Stemmen war das erste, das Wilfried Glauch aus Rotenburg in diesem Jahr beringt hat. Das war im Juni, mittlerweile ziehen die großen weiß-schwarzen Vögel wieder zum Überwintern in den Süden. 45 Jungtiere hat Glauch, Storchenbeauftragter im Landkreis, in diesem Jahr auf diese Weise registriert.

Dabei bringt Glauch einen kleinen Plastikring am Bein der Jungvögel an, der mit einer Erkennungsnummer versehen ist. Die Nummer und die Herkunftsdaten der Vögel schickt er dann nach Wilhelmshaven zu den Mitarbeitern der Außenstelle der Vogelwarte auf Helgoland. Eine etwa 100 Jahre alte Praxis, mit der Vogelkundler die Details über das Zugverhalten der Störche erforschen. Durch die Nummer kann der Vogel auch an anderen Orten identifiziert werden und die Mitarbeiter der Vogelwarte können die Route der Tiere nachvollziehen.

Inzwischen hat der Rotenburger erste Rückmeldungen der Beringungsaktion erhalten: „Am 5. August ist ein von mir in Granstedt beringter Jungstorch in Belgien gesichtet worden. Kurz darauf wurde ein Storch aus Bevern an gleicher Stelle registriert“, sagt Glauch. Am 13. August ist ein Jungstorch, ebenfalls aus Bevern, in Frankreich gegen eine Stromleitung geflogen und gestorben.

Aufgrund des größeren Futterangebots und entsprechender Grünflächen hat sich der Weißstorch zum größten Teil im Nordkreis angesiedelt. 15 Horste gibt es dort. Im Südkreis Rotenburg – als Grenze dient die A1 – gibt es drei bezogene Großnester mit sieben Jungtieren.

Dafür hofft er auf eine künftig verstärkte Rückkehr der Störche, besonders im Südkreis. Private Hausbesitzer, so der Experte, hätten in jüngerer Zeit zwar in vielen Orten Horste eingerichtet, Sorge bereite jedoch das rückläufige Futterangebot. Besonders problematisch ist dabei die Abnahme der Grünflächen. Um wieder mehr von den Großvögeln anzulocken, will Wilfried Glauch die bevorstehenden Monate nutzen: „Jetzt in der storchenfreien Zeit will ich mit dem Steiger eine Reihe von Horsten im Kreisgebiet begutachten und notwendige Reparaturen erledigen.“

bn

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