Vincent Wuttke und Sebastian Pfau erinnern sich an ihre gemeinsame Schulzeit

Probesitzen am ersten Tag

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Vincent Wuttke (l.) und Sebastian Pfau blicken gemeinsam auf ihre Schulzeit zurück.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Was den Jungen und Mädchen, die am Samstag eingeschult werden, noch bevorsteht, haben Sebastian Pfau und Vincent Wuttke schon hinter sich: Die Schulzeit. Auf diesen Lebensabschnitt blicken die Zwei anlässlich des Schulstarts gemeinsam zurück und haben zusätzlich noch ein paar Tipps für die Eltern der neuen Abc-Schützen parat.

Vincent Wuttke aus Visselhövede und der Brockeler Sebastian Pfau haben zwar gemeinsam am Ratsgymnasium Rotenburg ihr Abitur gemacht – trotzdem liest sich die schulische Laufbahn unterschiedlich.

Für den 18-jährigen Sebastian Pfau ging es 2003 an der Grundschule am Trochel in Brockel los. „Die Grundschule war wirklich eine schöne Zeit. Da war alles noch relativ entspannt“, sagt der Ex-Schüler rückblickend. Für ihn steht die Grundschule für Spaß und kindlicher Blauäugigkeit. Vor allem sind ihm ein paar Anekdoten im Gedächtnis geblieben: zum Beispiel das Mädchen, das den viel größeren und schwereren Jungen beim Fußball spielen „mit einem Tritt in die ‚Kronjuwelen‘ außer Gefecht gesetzt hat“ oder der Klassenkamerad, der wegen seiner ständigen Ausraster einen Sitzsack vor dem Klassenraum hatte, auf den er einboxen konnte. „Den hatte die Klassenlehrerin vor den Raum gestellt, weil vorher schon viel zu Bruch gegangen war“, erinnert sich Pfau.

Der 18-jährige Wuttke hat sogar noch Erinnerungen an seinen ersten Schultag an der Visselhöveder Kastanienschule: „Da haben natürlich meine Schultüte im Fußballstil und der kurze Schultag gepunktet“, so der Visselhöveder. „Stimmt, das war mehr ein Probesitzen“, wirft sein Kumpel ein. Im Verlauf seiner Grundschulzeit hat der ehemalige Kastanienschüler Wuttke viel Zeit vor der Tür verbracht. „Auch wenn ich den Unterricht häufig gestört habe, war ich ein guter Schüler.“ Zwar hat der Visselhöveder eine relativ große Grundschule besucht, aber er glaubt, dass auch kleine Dorfschulen erhalten bleiben sollten: „Es sind viel kleinere Klassen. Das ist für die Kinder besser.“ Das sieht auch Sebastian Pfau so und ergänzt: „Die Erstklässler sollten noch nicht Bus fahren müssen. An den Schulen sollte die Politik nicht sparen.“

Als Sebastian Pfau dann 2007 auf das Ratsgymnasium gewechselt ist, hat sich für den damaligen Schüler viel verändert, sagt er. „Da habe ich direkt gemerkt: Ist das riesig. Die Pausenhalle war größer als die ganze Grundschule am Trochel“, schildert er seinen Eindruck.

Für Wuttke kam der Übergang nach Rotenburg noch etwas später. Von der fünften bis zu achten Klasse hat er die damalige Außenstelle des Ratsgymnasium in Visselhövede besucht – kein großer Unterschied zur Grundschulzeit. „Aber der erste Tag in Rotenburg war unangenehm. Alle kannten sich schon, da musste ich mich erst reinfinden. Und ich bin bei der Raumsuche noch durch die ganze Schule geirrt.“

Die Schulzeit ist vorbei, jetzt arbeiten beide an ihren weiteren beruflichen Biographien. Während Vincent Wuttke erst einmal ein dreimonatiges Praktikum in der Sportredaktion der Rotenburger Kreiszeitung macht und später Sportjournalist werden möchte, beginnt Sebastian Pfau demnächst ein Jurastudium in Leipzig.

Damit auch den neuen Abc-Schützen viel Gutes aus der Schulzeit in Erinnerung bleibt, haben die beiden auch noch ein paar Ratschläge parat. „Am besten sollte sich jeder beim ersten Eindruck sehr anstrengen, den Lehrern zuhören und nicht ins Wort fallen“, sagt Wuttke. Die Eltern sollten die Waage zwischen Grenzen setzen und Freiräume lassen finden. Pfau: „Sie sollten nicht zu viel Druck auf ihr Kind ausüben und nichts aufzwingen, was sie vielleicht selbst früher erreichen wollten.“

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