Landfrauen laden zwei Expertinnen ein

Viele Gütesiegel sorgen für Verwirrung

Dorothee Seelhorst (v.l.) , Christine Tewes, Ina Behrens, Carina Vajen und Nadine Henke informieren die Landfrauen.

Unterstedt – „Unglaublich! Es gibt mehr als 500 verschiedene Gütesiegel – Nutzen oder Verwirrung für den Verbraucher?“ Zu diesem Thema hatte der Kreisverband der Landfrauenvereine Rotenburg/Wümme Dorothee Seelhorst, Ökotrophologin von der Verbraucherzentrale Niedersachsen, und Nadine Henke, Sauenhalterin, Tierärztin und Agrar-Bloggerin, in den Waldhof nach Unterstedt eingeladen. Bevor die beiden allerdings zu Wort kamen, führte die Kreisvorsitzende Ina Behrens mit einigen Gedanken zum Thema hin. Ursprünglich seien Gütezeichen und Siegel als schneller Rat bei Kaufentscheidungen gedacht gewesen. Doch es gebe inzwischen so viele, dass der Verbraucher kaum den Überblick behalten könne. Auch wüssten nur die wenigsten, welche Kriterien die Erzeuger einhalten müssen, um für ein bestimmtes Label zu produzieren. Hier für Klarheit zu sorgen, sei das Ziel des Vormittags gewesen, teilen die Landfrauen in einer Mitteilung an die Kreiszeitung mit.

Dorothee Seelhorst stellte verschiedene Logos, Gütesiegel, Zertifikate und Umweltzeichen vor. Alle seien zum Wohl des Verbrauchers gedacht, allerdings könne jeder Hersteller sein eigenes Zeichen „basteln“, denn die Mehrheit der mehr als 1 000 Zeichen unterlägen keinen besonderen Rechtsvorschriften. Jedoch gelte für jedes Produkt die Lebensmittelinformationsverordnung. Darin stehe, dass Lebensmittel nicht irreführend gekennzeichnet beziehungsweise beworben werden dürfen. Ein gutes Siegel müsse einfach verständlich sein, auf fundierten, nachprüfbaren Kriterien beruhen und auf nachvollziehbare, überprüfbare Qualitätsstandards setzen. Nadine Henke zeigte anhand ihres zertifizierten „Brokser Sauen“-Betriebs, wie mit mehreren Angestellten gearbeitet wird und welche Anforderungen erfüllt werden müssen, damit es den Tieren gut gehe. Der Betrieb nimmt am QS teil. Dieses System bilde die Basis-Qualitätskriterien im Fleischbereich ab. Henkes beteiligen sich zudem an der „Initiative Tierwohl“. Dort gingen die Anforderungen über die gesetzlichen Standards hinaus.  men

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