Verträge mit den Rotenburger Berufsbildenden Schulen unterschrieben

Vier Stunden in der Woche zum praktischen Unterricht

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Gerard Dyck (vorne, v.l.), Katharina Engelhardt und André Barth unterschreiben den Kooperationsvertrag. Helgo Mayberger (hinten, v.l.), Sven Borstelmann, Dagmar Segger und Lühr Klee hatten ihren Vertrag schon vorher in der Tasche.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Schulleiter der Oberschule Visselhövede, Gerard Dyck, und der Sottrumer Schule an der Wieste, André Barth, haben am Mittwoch mit der stellvertretenden Schulleiterin der Rotenburger Berufsbildenden Schulen (BBS), Katharina Engelhardt, einen Kooperationsvertrag im Bereich Berufsorientierung geschlossen. Damit erhalten die Schüler der neunten Klassen jener Schulen nun offiziell die Möglichkeit, sich einmal in der Woche für vier Stunden in mehreren Berufsfeldern an den BBS zu versuchen.

Die Lehranstalt ist die einzige Leitstelle des Konzeptes „Region des Lernens“ des Landkreises Rotenburg. Sie hat die Aufgabe, mit den allgemein bildenden Schulen zu kooperieren, um den Schülern den Übergang in das System der beruflichen Bildung zu erleichtern.

Die neunten Klassen der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule (THS), der Scheeßeler Beeke-Schule und der Lauenbrücker Fintau-Schule kooperieren bereits seit 2011 mit den BBS und haben damit beste Erfahrungen gemacht.

„Die rund 130 Mädchen und Jungen von den nun fünf Schulen kommen entweder am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag zu uns. Sie werden vor oder nach einem vierstündigen Stammunterricht an ihrer Schule mit einem vom Landkreis zur Verfügung gestellten Shuttle-Bus hierher gefahren“, erklärte Engelhardt. An den BBS erhalten sie dann am Vor- oder Nachmittag vier Stunden fachpraktischen Unterricht.

Die Schüler nehmen für ein Jahr am Projekt teil und wechseln alle sechs Wochen die Berufsfelder. So schnuppern sie unter anderem in die Bereiche Bau-, Holz-, Metall-, Elektro-, Fahrzeug- und Farbtechnik sowie Raumgestaltung hinein.

Gerard Dyck sieht gerade mit Blick auf den Fachlehrermangel an seiner Schule gute Möglichkeiten der kompetenten Ausbildung seiner Schüler an den BBS. Zudem sei die Ausstattung dort wesentlich besser als an einer allgemein bildenden Schule. Alle Schüler, gleich welchen Geschlechts, müssen alle Berufsfelder durchlaufen. Helgo Mayrberger von der Fintau-Schule betonte, dass viele Schüler der Oberschule das Profil Technik bewusst ausgewählt hätten. Auch er sieht große Vorteile in der Ausstattung und Fachkompetenz der Lehrer der BBS für den Technikbereich.

Schulleiter Barth lobte die Vielfalt der beruflichen Profile. Das Projekt sei auch ein guter Weg für die Jugendlichen, ihre besonderen Begabungen zu erkennen. Lühr Klee (THS) glaubt, dass der Übergang seiner Schüler in die Berufsausbildung wesentlich erleichtert wird. Der riesige Komplex BBS sei für die Schulabgänger keine unbekannte Größe mehr. Zudem ist er sich ganz sicher, dass durch eine vorherige Berufsorientierung die Abbrecherquote in der Ausbildung verringert werde. Die Schüler, die erfolgreich an dem Projekt teilgenommen haben, bekommen anschließend einen Teilnahmevermerk in ihrem Zeugnis.

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