Probleme bei der Erschließung

Verkauf verzögert sich

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Die Erschließungsarbeiten im zweiten Bauabschnitt am Stockforthsweg konnten erst mit Verspätung starten, laufen jetzt aber auf Hochtouren. Dennoch war es der Stadt in diesem Jahr nicht möglich, die angepeilten 40 Grundstücke zu verkaufen. Bislang sind erst 18 Verträge unter Dach und Fach. Das hat Einfluss auf den Haushalt.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Stadt Rotenburg hat einen zweiten Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht. Dieser beinhaltet neben den Investitionen für die Integrierte Gesamtschule (IGS) sowie den Ankauf von Gewerbegrundstücken auch Anpassungen bei den Steuereinnahmen und geringere Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken.

Kämmerin Kristina Hollmann berichtete im Finanzausschuss, dass sich in diesem Jahr der geplante Verkauf von 40 Baugrundstücken im zweiten Bauabschnitt des Neubaugebietes am Stockforthsweg so nicht realisieren lasse. „In diesem Jahr können wir dort nur von 18 verkauften Grundstücken ausgehen.“ Verantwortlich seien einerseits Probleme, die sich im Zuge der Erschließung ergeben hätten. Hollmann sprach von der Linksabbiegerspur auf der Bundesstraße 440 und vom Aufschütten eines Walls zur Bundesstraße hin. Andererseits stießen Kaufinteressenten immer wieder auf Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihres Kaufes. „Das trägt zum schleppenden Verkauf bei.“

Marion Bassen (SPD) hakte nach: „Wir haben doch eine lange Warteliste.“ Das stimmt. Aber: Die Interessenten werden nach und nach angeschrieben. Mitunter platze so ein Verkauf erst nach mehreren Wochen – das frisst Zeit. Unter dem Strich reduzieren sich vor diesem Hintergrund die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen. Eingeplant waren im Haushalt dieses Jahres knapp drei Millionen Euro, jetzt sind es knapp 900 000 Euro weniger. Außerdem reduzieren sich dadurch auch die Einnahmen – knapp 300 000 Euro – aus Beiträgen, weil die Grundstücke voll erschlossen auf dem Markt sind.

Aber Kristina Hollmann hatte in der Sitzung auch gute Nachrichten: So könne die Stadt in diesem Jahr mit 1,3 Millionen Euro mehr aus der Gewerbesteuer rechnen. Dieser Posten wächst damit auf 9,7 Millionen Euro. Dadurch lasse sich im Haushalt dann auch die geringeren Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen wieder auffangen. Der Haushalt bleibt ausgeglichen. Hollmann ließ allerdings nicht unerwähnt, dass sich mit dem Plus bei der Gewerbesteuer auch die Gewerbesteuerumlage um 636 700 Euro erhöht, sodass am Ende nur die Hälfte bei der Stadt verbleibt. Ein Anstieg sei aber auch noch bei der Einkommensteuer zu verzeichnen – da seien rund 226 000 Euro zusätzlich zu erwarten.

Mit dem in diesem Jahr fehlenden Geld aus den Grundstücksverkäufen sei im kommenden Jahr zu rechnen, erklärte Planungsamtsleiter Clemens Bumann. Ende dieses Jahres sei mit dem Abschluss der Erschließungsarbeiten im zweiten Bauabschnitt am Stockforthsweg zu rechnen. Mit Beginn des neuen Jahres erwarte er einen Schub beim Verkauf. Insgesamt seien dort 46 Bauplätze zu haben. Der erste Bauabschnitt sei ausverkauft. Im Neubaugebiet an der Brockeler Straße stünden zurzeit noch fünf Baugrundstücke zur Verfügung. In vier Fällen seien schwierige Bodenverhältnisse zu vermuten.

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