Vergünstigungen bis zu 15000 Euro bei schlechten Böden

Stadt hilft Bauherren finanziell

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Der Boden im Baugebiet Brockeler Straße ist schlechter als erwartet.

Rotenburg - Die Stadt Rotenburg kommt den Bauherren in den Neubaugebieten Brockeler Straße und Stockforthsweg bei schlechten Böden finanziell entgegen. Das hat der Rat am Donnerstagabend beschlossen.

Grundlage der Entscheidung waren Anträge zweier Käufer aus dem Gebiet Brockeler Straße, die bei Bodenuntersuchungen unter ihrem neuen Grundstück bis zu 7,30 Meter mächtige Torflinsen entdeckt hatten. Werden darauf Häuser ohne weitere Sicherung gebaut, droht ein Absacken der Gebäude.

An acht Stellen im Neubaugebiet Brockeler Straße hatte die Stadt noch vor den Grundstücksverkäufen eigene Bodenuntersuchungen vornehmen lassen, keine brachte Hinweise auf schwierige Bodenverhältnisse. Vertraglich wurde mit den Käufern zudem vereinbart, dass sie rechtlich keinen Anspruch auf eine spätere Kostenbeteiligung bei notwendigen Bodensanierungen oder anderen Maßnahmen haben. Und dennoch will die Stadt jetzt zahlen. Bis zu 15000 Euro sollen Bauherren abrufen können, wenn sie ihre Häuser mit einer Pfahlgründung zur Stabilisierung stützen müssen. Der Beschluss sieht vor, dass Kosten von bis zu 10000 Euro der Bauherr selbst tragen muss, Mehrkosten von mehr als 10000 und weniger als 20000 Euro werden zur Hälfte von der Stadt erstattet, und Kosten über 20000 Euro teilen sich Stadt und Eigentümer, wobei die Beteiligung der Stadt auf maximal 5000 Euro begrenzt wird. Diese soll als Nachlass auf den Kaufpreis gewährt werden. Dieser Beschluss gelte für alle Grundstücke in den beiden Neubaugebieten.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD): „Wir wären nicht verpflichtet, zu zahlen, wollen die Debatte aber befrieden.“ Mit den Bauherren erziele man Einigkeit, zudem ließen sich so weitere Bau-Verzögerungen verhindern. Webers Stellvertreter Hartmut Leefers (CDU) machte deutlich, dass es ein Fehler sei, im Nachhinein etwas zu regeln, was im Vorfeld hätte geklärt werden können. Schärfer formulierten es CDU-Fraktionschef Klaus Rinck und Planungsausschuss-Vorsitzender Oliver Credo (CDU). Sie äußerten rechtliche Bedenken und kritisierten, dass die Verwaltung im Vorfeld zu blauäugig gehandelt habe. Beide enthielten sich der Abstimmung – die übrigen Ratsmitglieder votierten geschlossen für die Regelung.

mk

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