Verein Simbav informiert im Foyer des Kantor-Helmke-Hauses über das Modell „Wellcome“

Wenn der normale Wahnsinn beginnt

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Gesine Griephan (M.) und die freiwilligen Helfer Ilona Knorr (v.l.), Urda Seele, Fritz Klötschen und Brigitte Berger während der Ausstellungseröffnung im Kantor-Helmke-Haus.

Rotenburg - Im Foyer des Kantor-Helmke-Hauses informiert der Rotenburger Verein Simbav bis zum Freitag, 2. Oktober, über „Wellcome“. Das Projekt bietet jungen Familien Möglichkeiten, praktische Hilfe nach der Geburt eines Kindes zu erhalten.

„Im Hinblick auf den zehnten Geburtstag von Simbav habe ich diese Ausstellung zum Projekt ‚Wellcome' konzipiert, die zukünftig in ganz Deutschland gezeigt werden soll“, erklärte Gesine Griephan bei der Eröffnung am Montagmorgen.

Sie leitet das bundesweite Modell für den heimischen Verein Simbav. Zurzeit habe die Inanspruchnahme von freiwilligen Helfern stagniert. „Es stehen acht ehrenamtliche Helfer bereit und nur zwei Familien haben um Hilfe gebeten“, bilanziert Griephan.

Diese Ausstellung soll nun dazu beitragen, den in Frage kommenden Familien einen Überblick über das Angebot zu geben. Für Mütter, die nach der Geburt das Krankenhaus verlassen, beginne zu Hause der ganz normale Wahnsinn – das Baby schreit, keine Zeit zum Einkaufen, dazu ein eifersüchtiges Geschwisterkind und der besorgte Vater hat keinen Urlaub mehr – so stellt die Koordinatorin die „normale“Situation einer jungen Familie hypothetisch vor. „Genau hier setzen wir an“, so Griephan. „Wellcome“ helfe, indem in Familien mit Neugeborenen bis zu einem Jahr für zwei oder drei Stunden ehrenamtliche Helfer schickt werden, die über das Baby wachen, sich um die anderen Kinder der Familie kümmern und auch praktisch in vielerlei Art helfen. Die Ehrenamtlichen sind erfahrene Mütter und Väter. Für die Vermittlung nimmt „Wellcome“ einmalig zehn Euro und für die anschließende Betreuung fünf Euro pro Stunde. Weitere Infos im Internet unter oder unter 04261/ 9438996.

go

www.wellcome-online.de

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