Verein Rotenburger Konzerte stellt das Programm der neuen Saison vor

Zum Auftakt „Peng!“

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Niels Kruse (l.) und Wilhelm Hahne sind die Vorsitzenden des Vereins Rotenburger Konzerte.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Im September beginnt sie wieder, die neue Saison des Vereins Rotenburger Konzerte. Es ist die zweite, die der künstlerische Leiter und zweite Vorsitzende des Vereins, Niels Kruse, zusammengestellt hat. Er blickt zufrieden auf das kommende Programm. Ist es ihm doch gelungen, wieder einige Hochkaräter der klassischen Musik an die Wümme zu holen.

Dabei baut Kruse zunächst auf die seit langen etablierten Rahmenbedingungen seiner Konzerte. So ist und bleibt die Aula der Realschule in Rotenburg die Konzerthalle des Vereins. „Der ist akustisch hervorragend“, sagt Kruse. Weiterhin legt der Verein sein Augenmerk ausschließlich auf Kammermusik – große Orchester wird es auch in Zukunft nicht geben. Genau wie Konzerte im Sommer: „Da haben die Leute abends besseres zu tun“, erklärt der Künstlerische Leiter. Wie immer finden die sechs Konzerte von September bis November sowie von Januar bis März statt. Neu ist nur, dass die Konzerte nun ab 19.30 Uhr beginnen, anstatt um 20 Uhr.

Den Anfang macht in diesem Jahr die Gruppe Elbtonal Percussion aus Hamburg. Das Besondere an den Hansestädtern: Sie haben sich ganz dem Schlagwerk verschrieben. Dabei gibt es laut Kruse auch akrobatische oder komödiantische Ansätze. „Das Auftaktkonzert muss immer etwas Besonderes sein“, weiß der künstlerische Leiter. „Da sucht man etwas schönes, das auch ‚Peng!‘ macht.“ Es ist bereits der zweite Auftritt der Perkussions-Künstler in Rotenburg. Obwohl der Begriff Schlagwerk etwas anderes vermuten lässt, ist das Konzert von Elbtonal Percussion kein rein rhythmisches. Melodischere Instrumente wie Triangel oder Vibraphon sind ebenfalls teil des Programms.

Im Monat darauf, am 15. Oktober, kommt der Sieger des renommierten hannoverischen Joseph-Joachim-Wettbewerbs – einer der international höchstdotierten Preise für Geigenspieler – in die Realschul-Aula. Kruse ist damit ein Coup gelungen, geht der Gewinner sonst erst im Sommer nach der Preisverleihung auf Tournee. Nach Rotenburg kommt er allerdings bereits eine Woche nach Wettbe-werbsende. Begleitet wird der frisch gekürte Sieger am Klavier.

Vor der kleinen Pause im Dezember tritt dann noch das Gesangsquintett Ensemble Nobiles am 19. November auf. Unter dem Titel „Auf den Flügeln des Gesanges“ tragen sie die Leipziger Liedertafel vor. Im neuen Jahr, 7. Januar, spielt der Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs 2014, Frank Dupree, solo am Klavier Schumann, Ravel und Gershwin. Der 25-Jährige gilt als Ausnahmetalent der internationalen Szene.

Besonders ist auch das Boreas Quartett aus Bremen, das am 4. Februar mit mehr als 40 verschiedenen Blockflöten im Gepäck in die Realschule kommt. „Ein wunderbares Programm“, so Kruse. „Eine Reise in die magische Geschichte der Flöte.“ Mit dem Gelius Trio kommen am 3. März ein letztes Mal in der aktuellen Saison wahre Könner ihres Faches. Neben der namensgebenden Pianistin Micaela Gelius sind auch die beiden Konzertmeister der Münchener Philharmoniker Sreten Krstic (Violine) und Michael Hell (Cello) mit dabei. „Diese beiden Konzertmeister in Rotenburg zu haben, ist schon toll“, sagt Kruse.

Karten für die Konzerte: Alle Veranstaltungen des Vereins Rotenburger Konzerte gehen in der Aula der Realschule, In der Ahe 30, über die Bühne. Karten können unter der Telefonnummer 04261/1700 vorbestellt werden. Außerdem gibt es eine Abendkasse, die an den jeweiligen Abenden ab 18.30 Uhr geöffnet ist. Jedes Konzert kostet normal 18 Euro Eintritt. Schüler, Studenten, Auszubildende bis 27 Jahren, Schwerbehinderte und Arbeitslose zahlen fünf Euro. Ein Abonnement für alle sechs Abende kostet regulär 85 Euro, ermäßigt 20 Euro. Ein Kind bis 14 Jahren kommt in Begleitung eines Vollzahlenden kostenlos in die Konzerte.

mro

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