Verein der Freunde des Archivs für Heimatforschung bringt neues Heft heraus

Aufgaben gibt es genug

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Luise Knoop, Stefan Hesse und Wolfgang Dörfler (von links) präsentieren das neue Heft.

Rotenburg - Von Wieland Bonath. Rechtzeitig zur Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde des Archivs für Heimatforschung Rotenburg lag Heft 95 auf dem Tisch im Sitzungssaal des Kreishauses. Die Rotenburger Schriften, die traditionelle „Geschichtszeitschrift“ des Landkreises, bilden einen der Mittelpunkte der Vereinsarbeit mit dem Vorsitzenden Wolfgang Dörfler.

In Heft 95 enthalten sind Aufsätze mit Themen wie „Otto von Bismarck, Politiker und Sagengestalt“ von dem Bremer Universitäts-Dozenten Hans Rudolf Wahl aus Mulmshorn, der zum gleichen Thema während der Jahresversammlung referierte. Ebenfalls auf großes Interesse wird laut Dörfler der Beitrag „Hans Caspar von Bothmer und Georg I. von England 1714“ stoßen, geschrieben von Hubertus Graf von Bothmer, einem in Lauenbrück lebenden Nachfahr. Oder der Beitrag von Hermann Hinck aus Zeven, der einen Aufsatz über „Die Stadtkirche Rotenburg und die Neugotik“ verfasst hat. Handfest gehe es hingegen bei dem Bremer Hartmut Oskar Mensendiek zu: „Schwarzschlachten im Krieg – Verbrechen, Widerstand oder Bauernschläue?“

Die beachtliche Themenvielfalt des Heftes 95, das im Buchhandel vertrieben wird, wurde von Dörfler in der Jahresversammlung vorgestellt. Er bedankte sich ausdrücklich bei Luise Knoop und Katrin Schwarz für deren Mitarbeit.

In seinem Jahresbericht würdigte Dörfler zudem die Verdienste des im August im Alter von 87 Jahren gestorbenen Rudolf Pollack aus Vahlde, der 25 Jahre die Geschichtsbeilage „Lebendige Heimat“ der Kreiszeitung gestaltete. Dörfler: „Mit Rudolf Pollack hat die regionale Geschichtsforschung einen ihrer produktivsten und originellsten Vertreter verloren.“

Weiterhin ging der Vorsitzende mit einem Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein: das Seminar „Einführung in die Schrift-, Quellen- und Archivkunde“, die Folgeseminare zu Themen wie „Das alte Dorf – Hof und Acker, Wald und Weide in Niedersachsen vor 1800“ sowie die Exkursion des Vereins zu den Wümme-Quellen.

Ein Dauerthema, so der Vorsitzende, sei naturgemäß das Archiv für Heimatforschung für das seit anderthalb Jahren Henning Müller als Bibliothekar arbeite. Außerdem sei seit dem Herbst mit Sönke Konicki ein neuer Kreisarchivar im Amt.

Laut Dörfler bleibt auch die Erschließung der Bestände in Bremervörde und Rotenburg durch das Internet über den Gemeinsamen Bibliotheksverbund der norddeutschen Bundesländer ein wichtiges Thema. Der Vorsitzende: „Fragen und Aufgaben genug. Nach den Rotenburger Schriften ist vor den Rotenburger Schriften.“ Für den Band des nächsten Jahres liege bereits ein Artikel vor.

In den Vereinsvorstand wiedergewählt wurden Wolfgang Dörfler (Vorsitzender), Alice Bargfrede-Olsson (zweite Vorsitzende), Walter Jarecki (dritter Vorsitzender), Stefan Hesse (Schriftführer), Wilhelm Hahne (Kassenwart) und Wolfgang Dombrowski (Beisitzer). Das gleiche Ehrenamt bekleiden Hermann Hink, Luise Knoop und Johanne Ladda.

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