24 Interessierte bei Gründungsversammlung 

„Rotenburger NetzwerkDemenz“: Verein mit Fachkompetenz

Der Vorstand des neuen Vereins „NetzwerkDemenz“: Vorsitzender Olaf Abraham (v.r.), Kassierer Cord Witte, zweite Stellvertreterin Heike Schwabe, Projektkoordinatorin Birgit Lünsmann, Schriftführerin Kerstin Mahnken und Stellvertreter Professor Thomas Lichte. - Foto: Ujen

Rotenburg - Von Joris Ujen. Die Förderung und Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen sowie die verstärkte Vernetzung der Versorgungsstrukturen – das sei der Zweck des Vereins „Rotenburger NetzwerkDemenz“. Am Montag folgten 24 Interessierte der Einladung zur Gründung der ehrenamtlichen Vereinigung, darunter viel Fachkompetenz. Der erste Vorstand ist nun amtlich.

Vor Beginn der Gründungsversammlung trafen sich die potenziellen Mitglieder zuallererst beim Getränkestand, die heißen Temperaturen draußen machten sich auch im Veranstaltungsort, der Cafeteria der Rotenburger Werke bemerkbar. So zeigten sich auch einige Schweißperlen bei Versammlungsleiter Olaf Abraham, Pflegedirektor des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg. Aber nicht vor Aufregung – die ausführliche Planung von Kerstin Mahnken, Sekretärin der Pflegedirektion, und Birgit Lünsmann, Stabstelle Projektmanagement, war von der abgesegneten Vereinssatzung bis zum Programmablauf vorbereitet und erhielt an dem Nachmittag nicht nur einmal lobende Worte. Dazu schauten sich die beiden Frauen andere gemeinnützige Vereine an und merkten bereits in der Vorbereitungsphase, dass viele Leute für ein Gelingen notwendig seien. „Wenn alles Formelle abgeschlossen ist, können wir vielleicht schon Ende des Jahres unsere erste Mitgliederversammlung durchführen“, zeigte sich Abraham optimistisch.

Die 24 Teilnehmer legten den ersten wichtigen Baustein bei der Wahl des Vorstandes. Vier Vorschläge kamen aus den Reihen, alle mit engen Bezügen zum psychiatrischen Syndrom Demenz. Die Anwesenden sprachen sich für eine Geheimwahl aus, Lünsmann ergänzte parallel dazu die Vereinssatzung um diese Option. Bevor die Teilnehmer ihre Stimmzettel ausfüllten, einigte sich der angehende Verein auf eine interne Verteilung der drei Vorstandsposten. Mit 21 Stimmen stand Professor Thomas Lichte am Ende ganz oben beim Votum, gefolgt von Olaf Abraham (18) und Heike Schwabe (16). Die erste offizielle Versammlung lief reibungslos, Abraham freute sich „sehr über die gut strukturierte Arbeit“.

Olaf Abraham ist erster Vorsitzender

Er ist es nun derjenige, der den Vereinsvorsitz für die nächsten zwei Jahre leiten wird, einigte sich das Dreiergespann nach der Stimmverteilung. Abraham ist seit dreieinhalb Jahren Pflegedirektor beim Klinikum, wo er unter anderem Demenzbegleiter ausbildet. Die Krankheit sei ein gesellschaftlich riesiges Problem, auch in Rotenburg, und er möchte sich für eine bessere Unterstützung der Betroffenen einsetzen.

Sein Stellvertreter ist fortan Thomas Lichte, der seit 1984 als Landarzt in Lauenbrück tätig ist und auch in der Betreuung von Demenzerkrankten Erfahrungen gesammelt hat, „besonders mit den pflegenden Angehörigen“. Seit 2005 hat er einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg inne und befasst sich dort unter anderem mit den Themen „Alter – Mensch“ und der Palliativmedizin.

Heike Schwabe komplettiert als zweite Stellvertreterin den ersten Vorstand von „NetzwerkDemenz“. Die Vita der ehemaligen Krankenschwester beinhaltet ein Engagement bei der ersten spezialisierten Einrichtung zum Thema Demenz im Haus Wümmetal, und sie absolvierte in diesem Rahmen eine Weiterbildung in der psychiatrischen Fachtherapie. „Ich habe insofern die Pflegekraft in mir, aber auch die psychosoziale Betreuung“, warb Schwabe für ihr Amt. Seit sieben Jahren ist sie zudem selbstständig mit einer Tagespflege in Fintel.

Zum erweiterten Vorstand zählen Schriftführerin Kerstin Mahnken, Kassierer Cord Witte und Projektkoordinatorin Birgit Lünsmann.

Mehr Informationen über das „DemenzNetz“ erteilt Kerstin Mahnken unter Telefon 04261 / 772299 oder E-Mail k.mahnken@diako-online.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Meistgelesene Artikel

1500 Schützen feiern in Westervesede

1500 Schützen feiern in Westervesede

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Kreisel ist ab morgen dicht

Kreisel ist ab morgen dicht

Kommentare