Variables Konzept für Reihenhaus-Anlage

Baugebiet „An der Rodau“: Architekt Joachim Cordes erhält den Zuschlag

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Joachim Cordes (r.) hat den Zuschlag bekommen. Ein wichtiger Partner ist Reinhard David als Geschäftsführer der Stadtwerke.

Rotenburg - Von Guido Menker. Im Rotenburger Neubaugebiet „An der Rodau“ – im Anschluss an das Neubaugebiet am Stockforthsweg – sollen Reihenhäuser entstehen. Die Stadt hat dafür ein Grundstück mit einer Fläche von 3500 Quadratmetern vorgesehen. Bei einem Wettbewerb haben die Stadt vier unterschiedliche Konzepte dafür erreicht – den Zuschlag für eine Realisierung hat der Unterstedter Architekt Joachim Cordes erhalten. Das hat Bürgermeister Andreas Weber (SPD) am Donnerstag in einem Pressegespräch berichtet.

Der Öffentlichkeit wird das Projekt in einer Veranstaltung am Donnerstag, 6. Dezember, ab 18 Uhr im Haus der Stadtwerke Rotenburg am Mittelweg 19 vorgestellt. Dann werden auch die beteiligten Partner mit von der Partie sein. Nach Angaben von Joachim Cordes sei die Nachfrage schon jetzt sehr groß – erste Vorbestellungen habe es bereits gegeben.

Das Konzept von Joachim Cordes steht für Familien- und Generationsfreundlichkeit und hat die Mitglieder des Verwaltungsausschusses am deutlichsten überzeugt – und so habe es ein einstimmiges Votum gegeben, sagt Weber. Der Bürgermeister sei froh über das Ergebnis: „Städtebaulich ist das etwas Wunderbares für Rotenburg.“ Vorgesehen ist eine zweiteilige Reihenhaus-Anlage mit insgesamt elf Wohneinheiten, mit denen die jeweiligen Grundstücke gut ausgenutzt würden, so Cordes. 

Die Gemeinschaftsbereiche – Technik- und Gemeinschaftsraum sowie Gartenflächen für zum Beispiel Nutzgarten und Grillplatz – tragen dazu bei, dass die Bewohner gemeinsame, soziale, kommunikative und sogar gärtnerische Möglichkeiten entwickeln könnten. Ein weiteres Stichwort des Konzeptes: Leben im Grünen. Joachim Cordes: „Ein Übergang zu naheliegenden Waldflächen wird durch die abgestuften, begrünten Baukörper – Carport und Abstellraum – zusätzlich erreicht.“ 

Die Reihenhaussiedlung „An der Rodau“ sieht elf Wohneinheiten vor. Die Käufer haben die Möglichkeit, auf die Größe und die Gestaltung ihrer Einheit in gewissem Rahmen Einfluss zu nehmen. Im kommenden Frühjahr soll der Bau starten.

Ein weiterer Aspekt, der für die späteren Käufer interessant sein dürfte: Der Plan sieht nicht nur unterschiedliche Grundstücks-, sondern auch variable Grundrissgrößen vor. „Das Konzept ist in gewissen Grenzen variabel“, sagt Cordes. Er selbst hat die gesamte Fläche für 105 Euro pro Quadratmeter gekauft, die Käufer der jeweiligen Reihenhäuser binden sich an ihn als Architekten und planen mit ihm zusammen die jeweilige Gestaltung. Der Architekt: „Der Käufer hat also auch Einfluss auf die maximale Größe.“

Eine der zwei Hausreihen wird zweigeschossig gestaltet, eine weitere eingeschossig. So beinhalte das Konzept Angebote für Familien, aber auch für Singles oder Paare. Im ersten Fall sind zwei der Reihenhäuser barrierefrei, die eingeschossigen verfügen komplett über dieses Merkmal. Weitere Bestandteile des Konzeptes: „Wir bauen mit örtlichen Handwerkern – Mitglieder der Handwerkerinitiative ,Solides Bauen’“, so Cordes. 

Ökologische Aspekte spielten ebenfalls eine ganz wichtige Rolle. Vorgesehen sei darüber hinaus eine individuelle Architektur, die auch im Inneren veränderbar sei. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 183 und 296 Quadratmetern, die Wohnflächen bewegen sich zwischen 70 und 154 Quadratmetern.

Auf dem Gelände soll ein Blockheizkraftwerk gebaut werden

Mit im Spiel sind bei dieser Anlage auch die Stadtwerke Rotenburg (SR). Sie liefern in allen elf Wohneinheiten die Wärme, für die sie ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Gelände errichten. Damit erzeugen sie aber nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Der wiederum könne für die vorgesehen E-Auto-Ladestationen und auch für die Straßenbeleuchtung genutzt werden, sagt SR-Geschäftsführer Reinhard David. 

Und: Die Wärmeversorgung in dieser Form sorge in den Reihenhäusern für eine erhebliche Platzeinsparung, denn damit werde nur noch eine Übergabeeinheit benötigt, die kleiner als ein Kühlschrank sei. „Außerdem spart man sich die Wartungs- und Schornsteigerfegerkosten, die bei einer üblichen Heizungsanlage anfallen“, erklärt David.

Die Stadtwerke gehen bei dieser Reihenhausanlage noch einen Schritt weiter: Sie wollen dort auch das Car-Sharing anbieten. In diesem Fall sind die Details allerdings noch nicht spruchreif. Das kann sich womöglich noch bis zum 6. Dezember ändern, wenn bei den Stadtwerken das gesamte Konzept vorgestellt wird. Baubeginn soll im kommenden Frühjahr sein. Fertig werden könnte dann alles bis Ende 2020.

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