Gewalt und Alkohol im Spiel

Vandalismus an der Stadtkirche: Polizei ermittelt Verdächtige - die hatten mit ihrer Tat angegeben

Notdürftig mit Spanplatten und Klebeband sind die Fenster repariert.
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Notdürftig mit Spanplatten und Klebeband sind die Fenster repariert.

Zwölf Scheiben der Rotenburger Stadtkirche sind vor Kurzem durch Vandalismus beschädigt worden. Nun hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt.

Update vom 28. August: Nach der Sachbeschädigung an der Rotenburger Stadtkirche konnte die Polizei zwei junge Männer als Tatverdächtige ermitteln. Bei der Tat in der Nacht zum Samstag waren zwölf kunstvoll gearbeitete Buntglasscheiben zu Bruch gegangen. Die Geschädigten sprechen von einem Sachschaden von bis zu zwanzigtausend Euro, heißt es in einer Meldung der Polizei.

Im Anschluss an die Tat prahlten die 17 und 18 Jahre alten Männer im Bekanntenkreis mit ihrem nächtlichen Unternehmen, heißt es. Einer der beiden hätte sich dabei eine blutige Wunde zugezogen, berichtet die Polizei. Der junge Mann habe sich anschließend im Krankenhaus behandeln lassen.

Am Tatort sicherte die Polizei Rotenburg am Samstag Blutspuren. Die Tatverdächtigen sind der Polizei bekannt. Einer von ihnen ist zuletzt zweimal in das Getränkelager des Edeka-Marktes an der Verdener Straße eingestiegen und hat dort Leergut und Getränke gestohlen. Zum Motiv der jungen Männer kann noch nichts gesagt werden, heißt es abschließend vonseiten der Polizei. (kom)

Originalartikel vom 23. August: Rotenburg – Mit Klebeband und Holzplatten notdürftig repariert sind die Fensterfronten des Chorraums der Rotenburger Stadtkirche. Drinnen sind die Scherben zusammengefegt, sodass an diesem Sonntag Tauf- und Gemeindegottesdienste wieder stattfinden können. Es bleibt aber der Ärger von Pastorin Amely Lißner und ihrer Gemeinde, dass in der Nacht zum Sonnabend noch unbekannte Täter mehrere Fenster der Kirche zerstört haben. Dazu mussten sie brachiale Gewalt anwenden, „das ist richtig heftig“, sagt die Pastorin.

Bin hinunter auf den Altar im Chorraum der Stadtkirche spritzte das Blut der Täter, die sich bei der Tat verletzt haben müssen. Zwölf kunstvoll gearbeitete Buntglasscheiben haben der oder die Vandalen eingeschlagen, die Verstrebungen und Einfassungen zudem mit Gewalt verbogen. Kaputte Flaschen rund um die Kirche zeugen zudem davon, dass viel Alkohol im Spiel gewesen sein muss, um sich für diese unsinnige Tat ordentlich Mut anzutrinken.

Pastorin Lißner spricht von einer „bewussten Zerstörung“, ohne dass die Täter das Ziel hatten, aus der Kirche auch noch etwas zu stehlen. An der Ecke Am Kirchhof/Bergstraße mussten die Vandalen auf ein Trafohäuschen und einen Fassadenvorsprung geklettert sein, um auf die Kirchenfenster einzuschlagen. Vermutlich unter anderem mit einem Sektflaschenhals hätten sie auf die teilweise gerade erst sanierten Scheiben gehämmert.

Den Schaden beziffert Lißner auf möglicherweise um die 20.000 Euro, Näheres müsse jetzt die Untersuchungen eines Sachverständigen erbringen. Die Pastorin grenzt den Tatzeitraum auf ungefähr zwischen 1 und 5 Uhr nachts ein. Polizei und Kirche hoffen unter 04261 /9470 auf Zeugenhinweise. Vielleicht ergeben diese sich auch aus den offensichtlichen Schnittverletzungen, die zumindest ein Täter erlitten haben muss.

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