Urteil der Schüler: Daumen hoch!

Zweiter Bauabschnitt der IGS Rotenburg ist fertig

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Schwungvoll ging es bei der Einweihung zu – auch dank des Auftritts dieser beiden jungen Damen.

Rotenburg - Von Guido Menker. Auf dem Weg zum Aufbau einer Integrierten Gesamtschule (IGS) hat die Stadt Rotenburg eine weitere Etappe erfolgreich hinter sich gebracht: Der zweite Bauabschnitt für die dritte Jahrgangsstufe ist fertig. In einer kleinen Feierstunde am IGS-Standort an der Gerberstraße hat die Architektin Annette Kläner-Brandt am Dienstagvormittag den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Andreas Weber (SPD) sowie Schulleiter Sven Thiemer überreicht.

Zuvor hatte Weber seinen Dank an die Schule, an die Architektin sowie an die am Bau des neuen Gebäudeteils mit fünf Klassenräumen auf zwei Etagen zum Ausdruck gebracht. „Es war ein Umbau im laufenden Betrieb – das sind schwierige Umstände für alle Beteiligten“, sagte Weber. Es habe viel Abstimmungsbedarf gegeben, um den Zeit-, aber auch den Kostenrahmen einhalten zu können. Zwei Millionen Euro hat sich die Stadt die Realisierung des zweiten Bauabschnitts an der Stelle des ehemaligen A-Traktes der Theodor-Heuss-Schule kosten lassen. Nicht nur Weber, auch Sven Thiemer, Marianne Assenheimer von der Landesschulbehörde sowie die Architektin schwärmten vom Neubau. Aber was sagen eigentlich die Schüler dazu? Weber wollte es wissen und fragte die Kinder des sechsten Jahrgangs, die in den Stuhlreihen Platz genommen hatten, solange sie nicht auf der Bühne für ein unterhaltsames Programm sorgten. Daumen hoch – das war ein klares Zeichen.

Neue Lernkultur braucht verändertes Umfeld

Marianne Assenheimer widmete sich in ihrem Grußwort dem pädagogischen Zusammenhang zwischen Schulraum und Lernen. Es sei inzwischen wohl unbestritten und durch Studien belegt, dass es eben diesen Zusammenhang gibt. Es sei erfreulich, „dass das Thema Raum vor allem seit der Diskussion über die Ganztagsschule von vielen Seiten aufgegriffen wird“, erklärte sie. Zukunftsfragen der Schule ließen sich ohne Einbeziehung von Raumqualitäten nicht lösen. Assenheimer: „Wenn wir eine neue Lernkultur wollen, in der die notwendige Individualisierung und Differenzierung im Rahmen eines vielfältigen Schullebens realisiert wird, müssen wir uns um differenzierte Räume und Lernumgebung kümmern.“

Annette Kläner-Brandt überreicht den symbolischen Schlüssel für den IGS-Neubau (zweiter Bauabschnitt) an Bürgermeister Andreas Weber (l.) und Schulleiter Sven Thiemer.

Soll sich eine Lernkultur mit offenen Arbeitsformen entwickeln, gewinnen ihrer Ansicht nach Gruppenarbeitsplätze und Plätze für Präsentationen an Bedeutung. Schulen müssten anregende Orte sein – mit Räumen, die einladen, inspirieren und ermutigen. „Räumliche Gestaltung hat nachweislich erhebliche Wirkungen auf Lernen, soziale Kontakte und körperliches Verhalten – auf alle Interaktionen und die Kommunikation.“ Farbgebung, Lichtführung, Luft- und Schallqualität und Möblierung wirkten sich auf die Lernleistung und das Wohlbefinden aus. Das gelte, so Assenheimer, in gleichem Maße für die Schüler wie auch für die Lehrer.

Sechstklässler bieten lebendiges Bühnenprogramm

Die Vertreterin der Landesschulbehörde gratulierte der IGS zu einem Schulträger, der nicht nur stolz auf die Schule in seinem Kern, sondern auch auf sein ganzes Bildungsangebot ist und der sich aktiv für die Weiterentwicklung einsetzt und gemeinsam mit der Schule kämpfe. Assenheimer: „Oberstufe, Ganztag – der Kampf geht weiter um eine vollständige IGS, wie im Schulgesetz vorgesehen von der Klasse fünf bis 13.“ Der Stadt gratulierte sie zu einer lebendigen Schule. Das zeigte sich auch im Bühnenprogramm, für das vor allem die Sechstklässler sorgten, die die neuen Räume zu Beginn des Schuljahres bezogen haben.

Dank und Freude brachte auch Thiemer zum Ausdruck, um die Gäste zugleich zu einem Rundgang einzuladen. Erst dieser nämlich machte deutlich, was die Redner in dieser Feierstunde zum Ausdruck gebracht haben. Thiemer erwähnte zugleich, dass zwar immer vom Neubau für den siebten IGS-Jahrgang die Rede war, doch welche Jahrgänge am Ende in den Gebäudeteilen an den beiden Standort unterkommen, sei noch nicht fix. Der dritte Bauabschnitt an der Realschule ist bereits in Arbeit – er wird künftig Platz für zwei Jahrgänge bieten.

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