„Rosengang“ heißt neues Gemeinschaftsgrab

170 Urnen finden Platz auf neuer Anlage

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Harald Bredehöft von der Friedhofsgärtnerei (v.l.), Steinmetz Mathias Gersberg, Ute Lange und Stephan Lohmann von der Friedhofsverwaltung sowie Jens Kusber von Kusber Naturstein stellen die neue Gemeinschaftsgrabanlage vor.

Rotenburg - Von Farina Witte. Die Friedhofverwaltung der Stadt Rotenburg hat mit dem „Rosengang“ eine weitere Gemeinschaftsgrabanlage für Urnen auf dem Waldfriedhof an der Freudenthalstraße geschaffen. Diese kann ab sofort genutzt werden, denn die notwendige Satzungsänderung ist am 1. Juni in Kraft getreten. Ein Jahr hat die Bau- und Gestaltungsphase gedauert.

Bereits seit 14 Jahren beschäftige sich die Stadt mit der sich ändernden Begräbniskultur, berichtet Amtsleiter Stephan Lohmann. Seit elf Jahren gibt es die erste Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Waldfriedhof, den „Rosengarten“. Diese werde, so Lohmann, voraussichtlich Ende des Jahres komplett belegt sein wird.

Auf der neuen Anlage befinden sich 170 Grabstellen, die als Einzel- oder Doppelurnengräber angeboten werden. Die Gebühr für eine Grabstelle, die 30 Jahre belegt wird, beträgt 1 363 Euro. Wer einen Angehörigen auf der Fläche beerdigen lassen will, muss sich anschließend nicht selbst um die Pflege kümmern, dies wird von der Friedhofsgärtnerei übernommen. 

Der Name des Verstorbenen kann auf einer der sieben Stelen angebracht werden. Zu lesen ist dieser dann immer auf der Stele, die sich unmittelbar in der Nähe der eigentlichen Grabstätte befindet. Dies habe man im „Rosengarten“ noch anders gehandhabt. Dort sind die größeren Grabstelen für Ehepaare vorgesehen, die kleineren für Einzelpersonen – unabhängig davon, wo sich die Grabstelle befindet. Genau wie im „Rosengarten“ gibt es auf der neuen Anlage einen vorgesehenen Platz für Grabschmuck, Kränze und Blumen, auf den Grabfeldern dürfe dies hingegen grundsätzlich nicht abgelegt werden.

Für Erdbestattungen gibt es seit drei Jahren bereits die Gemeinschaftsanlage „Fluss des Gedenkens“. Dafür ist die Friedhofverwaltung bereits für den Umweltschutzpreis nominiert worden. Noch ist aber kein Platz auf der gestalteten Anlage belegt. Zwar sind die Gebühren mit 6 000 Euro auch deutlich höher als für eine Grabstelle auf den Urnenanlagen, aber die Pflege wird auch dort komplett übernommen. „Wer sich eine private Grabstelle mietet und selbst pflegt, gibt in 30 Jahren deutlich mehr aus“, so Lohmann.

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