Saisonstart im Waldhof Unterstedt

Bollerwagen und platte Füße

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Die drei Fußballmannschaften des TuS Bothel sind mit einem Bollerwagen zum Kohlball nach Unterstedt unterwegs. 

Unterstedt – Von Heinz Goldstein. Wenn in den kommenden Wochen größere und kleine Gruppen frohgelaunt mit Bollerwagen bei Wind und Wetter mit heißen und kalten Getränken unterwegs sind und Köche sowie Bedienungen in der Gastronomie so richtig ins Schwitzen kommen, dann läuft die Kohlball-Saison auf vollen Touren. Die Kreiszeitung war beim Saisonstart im Waldhof Unterstedt dabei.

Die Wandergruppe der Fußballer des TuS Bothel ist am Samstagnachmittag bester Stimmung. Das liegt nicht nur am heißen Punsch und weiteren Erfrischungsgetränken, die sie an Bord ihres großen Bollerwagens haben, sondern auch an der Vorfreude auf die spätere Party. Sie sind seit 16 Uhr auf dem Weg von Rotenburg zum Kohlball nach Unterstedt. Zwei Stunden haben die 28 Personen eingeplant – mit Pausen versteht sich. Dann mus der Proviant herhalten. Torsten Hoops ist Vize-Käpt‘n der Ersten Herren und hat die Tour für alle drei Mannschaften organisiert.

Beim Tanzen werden die Kalorien schnell abgebaut.

Er zeigt uns, was sich im Bollerwagen befindet. „Wir haben heiße Getränke wie etwa 20 Liter Glühwein und 20 Liter Apfelpunsch mit Calvados in großen Thermobehältern dabei.“ Aber auch drei Kisten Bier und zehn Flaschen kalte Mischgetränke sowie ein paar Snacks wie Käsewürfel und scharfe Würste sind im Wagen, der reihum gezogen wird. „An jeder Wegkurve nehmen wir einen Drink und veranstalten lustige Spiele.“ Auch an die Umwelt denken die jungen Kohlwanderer und haben einen Müllsack für die Abfälle „selbstverständlich dabei“. Es ist schon dunkel, als die Kicker dann pünktlich um 18 Uhr Unterstedt erreichen.

Andrea Horn (l.) und Sabrina Holsten bringen Stärkung.

Bereits viele Stunden vorher plant Andrea Horn, die Betreiberin des Waldhofs, den Abend. Der Discjockey braucht Platz für seine Anlage, die Service-Teams brauchen einen Tisch- und den Ablaufplan für Essen, Getränke und Thekendienst. Das Küchenpersonal rund um den Chef Sascha Bellmer hatte bereits einen Tag zuvor alle Hände voll zu tun. 30 Kilogramm Kohl und Fleisch sowie 225 Würste müssen gekocht werden.

Es kann losgehen – das Essen und die Getränke stehen auf dem Tisch.

Aber jetzt, kurz bevor die Gruppen eintreffen, müssen auch noch die Pinkelwürste aufgebrüht werden. „Es ist jedes Mal wieder eine logistische Herausforderung, wenn der Kohlball mit 150 und mehr Personen reibungslos über die Bühne gehen soll. Da muss jedes Rad ins andere greifen“, ist in der Küche zu hören.

Wenn der Kohlball nach Mitternacht vorbei ist, sind meine Füße auch platt gelaufen. Später falle ich todmüde ins Bett.Sabrina Holsten leitet das Service-Team im Unterstedter Waldhof

Das Servicepersonal muss ebenfalls zügig arbeiten, damit das Essen heiß und gruppenweise komplett an die Tische kommt. Sabrina Holsten leitet das Team. „Körperliche Fitness ist Grundvoraussetzungen für uns, denn es werden einige Kilos an Geschirr und Essen gebracht. Dazu müssen wir konzentriert arbeiten, schnell, immer freundlich, aber manchmal auch resolut sein.“ Trotz aller Anstrengungen macht ihr so ein Kohlball auch Spaß. Nach der Einteilung der „Reviere“ für die anderen Bedienungen packt auch sie kräftig mit an. „Wenn die Party nach Mitternacht vorbei ist, sind meine Füße aber platt gelaufen“, erzählt sie. Zuhause fällt sie dann todmüde ins Bett.

Saisonstart im Waldhof Unterstedt: Bollerwagen und platte Füße

 © Goldstein
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DJ Stefan Brünjes aus Bruchhausen-Vilsen begleitet die Feier musikalisch und bringt die Leute in beste Laune und auf die Tanzfläche. „Ich habe für heute Abend kein festes Musikprogramm. Da stelle ich mich ganz auf die Gäste ein.“ Offenbar spielt die Altersstruktur eine große Rolle. Während des Essens laufen Hits der 1980er und 1990er Jahre wie „Hotel California“. Dann folgt flottere Musik. „Ich habe schnell ein Gespür dafür, welche Musik die Leute zum Tanzen hören wollen“. Um 1 Uhr ist dann bei jedem Kohlball in der Region Schluss. Nächste Woche geht‘s weiter.

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