Unterschriebene Stimmzettel und zusätzliche Kandidaten

Das endgültige Ergebnis der Landtagswahl steht fest

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Es gab wieder einige ungültige Stimmzettel bei der Landtagswahl. Ergänzte Kandidaten, Unterschriften oder zu viele Kreuze machten die Entscheidung der Wähler ungültig.

Rotenburg - Von Farina Witte. Acht Stimmen mehr für den neu gewählten CDU-Landtagsabgeordneten Eike Holsten, eine Stimme mehr für Tobias Koch (SPD): Am Donnerstag hat der Kreiswahlausschuss die endgültigen Ergebnisse der Landtagswahl am 15. Oktober festgestellt.

Abgesehen von den Stimmen für Holsten und Koch haben sich die Ergebnisse für die Direktkandidaten in den beiden Wahlkreisen 53 Rotenburg und 54 Bremervörde nicht geändert. Bei den Zweitstimmen gab es gegenüber den vorläufigen Ergebnissen leicht abweichende Zahlen.

Die Veränderungen der festgestellten Zahlen würden sich allerdings „wahrscheinlich nicht auf das Gesamtergebnis der Wahl in Niedersachsen auswirken“, sagt Torsten Lühring, der als stellvertretender Kreiswahlleiter die Ausschusssitzung leitete. 

Zur Feststellung des Resultats wurden die Wahlniederschriften aus den Wahllokalen und den Briefwahlvorständen in der vergangenen Woche von der Kreiswahlleitung auf Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit geprüft und mit den am Wahlabend erfassten Zahlen verglichen. Das Ergebnis wurde am Donnerstag dem Wahlausschuss für die Landtagswahl vorgelegt. Der Ausschuss konnte somit die endgültigen Wahlergebnisse für die Landtagswahl in den beiden Wahlkreisen feststellen.

Einige Wahlzettel ungültig

Die leicht abweichenden Zahlen ergaben sich etwa durch nicht korrekt bewertete Stimmzettel in einzelnen Wahlbüros. Es gab zum Beispiel einige Stimmzettel, die komplett für ungültig erklärt wurden, obwohl nur die Erststimme nicht gezählt werden konnte, da dort zwei Kreuze gemacht worden waren. In der Sitzung wurde in diesen Fällen die Zweitstimme für gültig erklärt. 

Auch kleinere Übermittlungsfehler führten zu Veränderungen des endgültigen Resultats. In einem Fall waren die Stimmen der Partei Die Partei bei den Piraten eingetragen. Einige Unstimmigkeiten bei der Zählung habe es auch gegeben, erklärte Lühring. Die sich daraus ergebenen Veränderungen bei den Zweitstimmen sind allerdings nur gering.

Im Wahlkreis 53 Rotenburg hat die CDU eine Stimme mehr, während die SPD im Endresultat eine Stimme verloren hat. Je eine Stimme gewonnen haben die FDP und die Linke. Im Wahlkreis 54 Bremervörde hat die AfD zwei Stimmen und damit 0,01 Prozent mehr erhalten.

Bei der Überprüfung der Wahlergebnisse konnten Monika Trau und Jochen Twiefel vom Haupt- und Personalamt auch einige ungültige Wahlzettel einsehen. „Es gab Zettel, die unterschrieben waren“, erzählte Trau. In einem Fall hätte jemand feinsäuberlich einen Kasten mit einem weiteren Kandidaten aufgeschrieben. 

Gabriele Schnellrieder aus dem Wahlausschuss erinnert sich an einen Stimmzettel, bei dem Wladimir Putin als Kandidat hinzugefügt wurde. Auch durchgestrichene Stimmzettel waren dabei. Gedichte oder sonstige schriftliche Anmerkungen, die den Stimmzettel ungültig gemacht hätten, hat es dieses Mal weniger gegeben, sagte Trau.

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