Unter Wasser radeln

Aqua-Cycling trainiert Koordination und ist gelenkschonend

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Klaus-Dieter Ellssel hat neun Teilnehmern eine Einführung in das Aqua-Cycling gegeben.

Rotenburg - Von Farina Witte. Laute Musik schallt aus den Boxen. Es klingt, als wäre man in einem Aerobic-Kurs im Fitnessstudio. Doch die Teilnehmer trainieren nicht in knalligen Sportoutfits, sie radeln in Badesachen unter Wasser. Im Kursbecken des Erlebnisbades Ronolulu strampeln die Frauen und Männer auf den im Wasser eingelassenen Standfahrrädern. In der Schnupperstunde, die vom VdK-Ortsverband angeboten wurde, probieren sie zum ersten Mal diese Sportart aus.

Dementsprechend vermittelt Trainer Klaus-Dieter Ellssel ihnen zunächst die wichtigsten Grundlagen und stellt bei jedem Teilnehmer die passende Höhe des Sattels ein. Kurz darauf geht es los, Ellssel gibt erste Anweisungen, die Teilnehmer machen es nach. Während sie in die Pedalen treten, kommen auch die Arme zum Einsatz. „Und jetzt den Arm mit gestreckter Handfläche von vorn nach hinter heraus durch das Wasser ziehen“, ruft Ellssel über die Musik hinweg. Gestrampelt wird im Takt der Musik. „Die Musik ist wichtig, ihr müsst versuchen, im Takt zu bleiben“, fordert der Trainer die neun Teilnehmer auf.

Auch Rückwärtsfahren geht, stellen die Aqua-Cyclisten fest. „Ich habe aber nicht gedacht, dass mir das so schwer fällt“, sagt eine Teilnehmerin nach dem Kurs. Doch es ist ein wichtiger Bestandteil, denn gerade das Rückwärtsfahren schult die Koordination, meint der Trainer, der auch einen Trainerschein im Bereich Reha-Sport hat.

Die, die bei der Schnupperstunde mitmachen, sind unterschiedlich fit. Es sind ein paar jüngere dabei, aber auch ältere. Wenn sie nicht mehr können, sollen sie lansamer fahren, sagt Ellssel ihnen deutlich. „Ihr müsst euch selbst bewerten, fühlen, ob ihr noch weiter machen könnt“, gibt der Trainer zu verstehen. Und die meisten können gut mithalten. „Der Vorteil ist“, erklärt Ellssel, „dass das Körpergewicht aufgrund der Tragfähigkeit des Wasser um Dreiviertel reduziert wird.“ Die runden Bewegungen seien zudem gelenkschonend. Für einige Menschen sei es zudem von Vorteil, dass das Wasser Druck auf das venöse System ausübt.

Am Ende der Einheit gibt er den Teilnehmern mit, dass es wichtig ist, in Bewegung zu bleiben. „Es sollte möglichst immer ein bisschen mehr sein als nur spazieren gehen.“ Man solle zumindest nicht gar kein Sport treiben. Wer von den neun Teilnehmern nun regelmäßig zum Aquq-Cycling geht, wird sich zeigen. Die meisten Schnupper-Kursler bleiben jedenfalls noch etwas da, um sich über die verschiedenen Angebote zu informieren.

Zusammen mit dem VdK werden im Ronolulu neue Kurse, die sechs Termine umfassen, angeboten. Für VdK- Mitglieder ist die Teilnahme an einem dieser Kurse 15 Euro günstiger, erklärt der Ortsverbandvorsitzende Wilfried Völz. Informationen zu dem Angebot gibt Völz unter Telefon 04261 / 630088. Termine weiterer Kurse sind außerdem auf der Internetseite des Ronolulu zu finden.

www.ronolulu.de/startseite.html

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