Unsere Kolumne zum Stadtradeln

Weg mit allem!

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Der rasende Reporter radelt mit: Michael Krüger.

Von Michael Krüger. Weniger ist eindeutig mehr. Das beste Beispiel dafür wäre wohl die Rotenburger Goethestraße, würde man sie denn so lassen, wie es sinnvoll ist.

Es gibt kaum einen gefährlicheren Weg in der Kreisstadt als die Radwege rechts und links an der Fahrbahn in der 20er-Zone. Der Radfahrer zwängt sich auf einen vielleicht einen Meter breiten Streifen direkt an parkenden Autos und muss ständig aufpassen, nicht in den rutschigen Regenwasserablauf zu geraten. Doch genau dorthin muss er ausweichen, wenn sich eine Fahrertür öffnet, ein Auto aus der uneinsichtigen Hofeinfahrt kommt oder radelnder Gegenverkehr droht. Gemeinsam auf die Fahrspur mit den eigentlich langsamen Autos? Erlaubt, natürlich, die Radspur ist nur ein Angebot. Aber weiß das irgendwer? Akzeptiert das der Autofahrer am Hinterrad? Mitnichten. Es muss ja gar keine Fahrradstraße sein, die im Grunde nur das Hierarchiegefüge umdreht und wieder festschreibt. Ich plädiere viel mehr für das absolute Nichts: Weg mit den Fahrspuren, weg mit den Schildern! „Shared Space“, längst gängiges Verkehrsmodell vor allem in Holland. Es funktioniert: Rücksichtnahme auf einer Verkehrsfläche für alle. Alle Besserwisser und Rechthaber werden dadurch ausgebremst. Wann traut sich Rotenburg endlich an dieses Modell?

http://stadtradeln.de/rotenburg_wuemme2015.html

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