„Unser Dorf hat Zukunft“: Abschlussveranstaltung im Ratsgymnasium

Bötersen macht das Rennen

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Viele der 80 Dorfbewohner aus dem Sieger-Dorf Bötersen kamen mit dem Fahrrad zur Abschlussveranstaltung nach Rotenburg.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Jetzt ist es amtlich: Bötersen ist Sieger beim 44. Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Das bis dahin streng gehütete Geheimnis lüftete Landrat Hermann Luttmann am Freitagabend während einer feierlichen Abschlussveranstaltung in der Aula des Rotenburger Ratsgymnasiums.

Die Gemeinde mit ihren Ortsteilen Höperhöfen und Jeerhof setzte sich in der Gruppe der Orte mit mehr als 900 Einwohner gegen Hepstedt und Ebersdorf durch. In der Gruppe mit einer geringeren Einwohnerzahl sicherte sich Malstedt vor Drögenbostel den Sieg.

Für hervorragende Leistungen vergab der Landkreis zudem Sonderpreise. Die gingen an Drögenbostel (Artenvielfalt im Dorf) und Hepstedt (vorbildliche Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen). Allein die Gemeinde Ebersdorf musste sich bei dem Kopf- an-Kopf-Rennen mit einem Blumenstrauß sowie einer Geldprämie begnügen, die an alle Teilnehmer nach einem Punkteschlüssel errechnet worden war. „Wir sind nicht enttäuscht, denn gewonnen haben alle Teilnehmer“, erklärte der Ebersdorfer Bürgermeister Claus Dieter Wagenlöhner. Etwas gemeinschaftlich entwickeln, das sei es seinen Worten nach, was ein Dorf zusammenhalte. „Und unser Zusammenhalt ist durch die Teilnahme am Wettbewerb noch mehr gestärkt worden.“

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel sprach für Drögenbostel: „Wir sind zweiter geworden und haben einen Sonderpreis für den Schützenverein erworben, der sich besonders für Artenvielfalt einsetzt. Die Teilnahme hat allen total Spaß gemacht. Das Dorf ist noch mehr zusammengewachsen.“

Der Kommentar des stellvertretenden Bürgermeisters von Hepstedt, Hermann Vehring: „Alle Bedenken des Gemeinderates, die Bürger könnten ihrer Entscheidung teilzunehmen, nicht folgen, waren unbegründet. Alle Bewohner haben voll mitgezogen. Das spricht für unser Dorf.“ Die Integration von Flüchtlingen sei gut gelungen. So würden die Asylanten kleine Gartenflächen bewirtschaften und besuchten den vom Dorf organisierten Deutschunterricht. „Das spricht für unsere positive Einstellung zum Thema“, so Vehring.

Die Freude über den Sieg war Hermann Holsten, dem Bürgermeister von Bötersen, anzumerken: „Es ist das erste Mal, dass wir mit drei Dörfern an den Start gegangen sind.“ Das eigene Motto „Drei Dörfer, eine Gemeinde – unsere Zukunft“ werde mehr denn je vor Ort Programm sein. Geplant sei es, generationsübergreifend Projekte künftig gemeinsam umzusetzen. Der Bürgermeister von der Gemeinde Malstedt erklärte: „Wir lieben unser Dorf. Wir freuen uns, dass wir den Sieg in unserer Kategorie errungen haben.“

Lobende Worte für Bötersen fand Landrat Luttmann: „Ich habe mich mit den Bewohnern der Gemeinde gefreut. Jene hat einen großen Wandel von einer bäuerlichen Gemeinschaft zum Dorf für jedermann gemacht. Das ist für mich ein gutes Zeichen, dass die Dorfgemeinschaft trotz dieser Wandlung mit Einwohnern vieler Berufsgruppen so gefestigt ist.“

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