Ein Unikat der Lebenshilfe

Ladengeschäft mit Café und Schredderei öffnet kommende Woche

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Das Außengelände und das Gebäude der Lebenshilfe an der Brockeler Straße in Rotenburg erhält zurzeit im Innen- und Außenbereich den letzten Schliff, damit bei der Eröffnung am 24. November alles perfekt ist.

Rotenburg - Die Bauarbeiten an der Ecke Brockeler/Harburger Straße in Rotenburg nach mehrmonatiger Umbauzeit haben Gestalt angenommen. Dort realisiert die Lebenshilfe Rotenburg-Verden ein Projekt, das 30 Menschen mit Behinderung Beschäftigung in verschiedenen Bereichen bietet. Das Projekt ist einzigartig in der Kreisstadt, und „Unikat“ wird auch der Name des Ladens mit Café sein, der dort vor der Eröffnung steht.

Das Augenmerk der Kunden dürfte sich insbesondere auf den vorderen Gebäudebereich richten. Das „Unikat“ wird am Sonnabend kommender Woche, 24. November, um 10 Uhr eröffnet. Mit der Bezeichnung werde die Einzigartigkeit der verkauften Objekte und Pflanzen betont, heißt es. „Es werden dort keine Massenartikel verkauft, sondern Unikate. Alles Einzelstücke eben, so wie jeder Mensch, der dort tätig ist, ein Unikat ist“, so Jörn Steppat von der Bereichsleitung Arbeit der Lebenshilfe.

Das Konzept des Hauses setzt sich aus drei gleichwertigen Bereichen zusammen. Zum einen wird es Pflanzen und Blumen aus den Gärtnereien „aromatico“ (Rotenburg) sowie von „Blume & Co.“ (Kirchlinteln) geben, die im neuen Glasanbau vorne zu finden sein werden – also direkt im Eingangsbereich. Platz ist dafür auf 75 Quadratmetern.

Durch eine weitere Tür gelangen Interessierte dann in den 105 Quadratmeter großen Verkaufsraum, in dem es selbstproduzierte kreative Produkte von Menschen mit Behinderungen geben wird. Die Verkaufsgegenstände kommen nicht nur aus dem Haus der Lebenshilfe Rotenburg-Verden, sondern auch aus anderen Werkstätten beziehungsweise aus anderen sozialen Einrichtungen, die dafür mit ins Boot geholt wurden. An vielen Orten entstehen von Menschen mit Behinderungen tolle Sachen, doch die Verkaufsplattform fehlt oftmals, heißt es aus dem Unikat. Ob Honig aus der eigenen Imkerei, Karten, Kunst oder Kreatives – das Sortiment werde ständig wechseln.

Schwerpunkt Nummer drei bildet der Café-Bereich. Ob der klassische Kaffee, andere Heißgetränke oder lieber etwas Kaltes: Getränke können im Erdgeschoss am Tresen geordert werden. Zudem werden dazu kleine Snacks angeboten – ähnlich wie im Cafésito. Sitzgelegenheiten gibt es im Erdgeschoss oder in der ersten Etage, die über eine Treppe oder einen rollstuhlgerechten Lift zu erreichen ist. Der Café-Bereich umfasst insgesamt 54 Quadratmeter.

Das Ladengeschäft wird von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen betrieben. Unterstützt werden sie von zwei Fachkräften, von denen immer eine im Dienst sein wird. Um das alles zu realisieren, musste das alte Gebäude entkernt und neu ausgebaut werden. Zudem gibt es im Erdgeschoss den Bereich der Aktenvernichtung – die Schredderei, Dieser Betriebszweig der Lebenshilfe läuft bereits in Kirchlinteln erfolgreich. Hinzu kommen Büro- und Sozialräume. 

go

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