Unfug-Alarm ärgert Rotenburger Stadtbrandmeister

„Eine hohe nervliche Belastung“

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Die falsche Alarmierung könnte für die jungen Täterinnen teuer werden.

Rotenburg - Thorsten Reinsch spricht von einem böswilligen Unfug-Alarm. Zwei vermutlich junge Frauen haben am späten Dienstagnachmittag bei der Rettungsleitstelle in Zeven einen Brand in einem Haus am Samlandweg in Rotenburg gemeldet – und damit einen Vollalarm der Feuerwehr ausgelöst. Und das, obwohl es gar nicht gebrannt hatte. „So etwas ist unverantwortlich“, sagt der Stadtbrandmeister. Die Anruferinnen haben sogar noch einen draufgesetzt: Angeblich befinde sich ein Kind in dem brennenden Haus. „Auf eine solche Situation, in der es auch noch um die Rettung von Menschenleben geht, müssen sich alle Feuerwehrleute einstellen, wenn sie zu Hause oder bei der Arbeit alles stehen und liegen lassen, um sich auf den Weg zur Feuerwehr zu machen. Das ist eine hohe nervliche Belastung“, so Reinsch. Hinzu gekommen sei am Dienstag das schlechte Wetter – es hatte kurz zuvor zu schneien begonnen. Das macht alles noch gefährlicher für die Helfer. Reinsch: „So etwas ist die Höchststrafe für alle Beteiligten.“

Noch schlimmer wird es, wenn in der Zeit ein echter Alarm aufläuft. „Dann kann es dazu kommen, dass eine andere Wehr mit längerer Anfahrtszeit ausrücken muss“, erklärt der Stadtbrandmeister. Geht es dann wirklich um Menschenleben, können wenige Minuten ganz entscheidend sein. Nicht zuletzt deshalb erwartet die beiden Anruferinnen vom Dienstag auch eine ordentliche Rechnung, wenn sie ausfindig gemacht werden sollten. Reinsch: „500 bis 1000 Euro kommen da schnell zusammen.“ Der wirtschaftliche Schaden ist aber in solchen Fällen eigentlich noch viel höher, weil die Feuerwehrmänner – wie in diesem Fall – zum Teil von der Arbeit weggeholt werden. Heiner van der Werp, Sprecher der Rotenburger Polizei, bestätigt: „Solche Anrufe haben wir ein bis zwei Mal im Jahr.“ Die Ermittlungen laufen noch.

men

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