Umweltausschuss des Landkreises diskutiert Regionales Raumordnungsprogramm

18 neue Gebiete für Windräder

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Windräder bei Hassendorf – Anlagen wie diese soll es deutlich mehr geben im Landkreis.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Wenn der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Planung am Dienstag um 13 Uhr im Rotenburger Kreishaus zusammentritt, dürfte die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Eine wichtige Frage, die lange unbeantwortet blieb, könnte mit dem Entwurf vom 9. November beantwortet werden: Wo dürfen im Landkreis weitere Windräder gebaut werden?

Die Bewerber stehen nämlich Schlange. Mehrere Unternehmen hatten in den vergangenen Monaten bereits einen Ausbau ihrer Aktivitäten mitgeteilt und mit Grundstückseigentümern verhandelt. Und das, obwohl noch gar nicht klar war, wo die nächsten Anlagen aufgestellt werden dürfen. Eine Verdopplung der Fläche war für den Landkreis nach dem Klimaschutzkonzept 2013 in Aussicht gestellt worden. Von 0,51 auf ein Prozent der Kreisfläche. Das Land Niedersachsen hatte im vergangenen Jahr noch viel mehr Vorrangfläche ins Spiel gebracht: bis zu 2,54 Prozent.

Nach dem nun vorliegenden Entwurf für das Regionale Raumordnungsprogramm sind es 1,16 Prozent der Kreisfläche, 2407 Hektar. 48 Potenzialflächen waren zunächst berechnet worden, übrig blieben 18 Vorranggebiete, die nicht gegen Ausschlusskriterien wie Mindestabstände zu Wohnbebauung oder Naturschutzgebiete verstoßen. Das größte Gebiet für neue Windkraftanlagen liegt in Wilstedt mit 317 Hektar, es folgen Ostervesede (267 Hektar), Bartelsdorf/Brockel (260), Weertzen/Langenfelde/Boitzen (185), Alfstedt/Ebersdorf (176) und Wohnste (165). Im Altkreis Rotenburg gibt es zudem „Vorranggebiete Windenergienutzung“ in Fintel, Wohlsdorf/Rotenburg und Kirchwalsede. Ob dort letztlich tatsächlich auch gebaut wird, hängt an den Eigentümern, den Kommunen, örtlichen Initiativen und natürlich auch grundsätzlich am Interesse der Wirtschaft. Im Landkreis liefern aktuell 161 Windkraft-Anlagen 44 Prozent der eingespeisten Bio-Energie. Im 2005 aufgestellten Regionalen Raumordnungsprogramm gab es 16 Vorrangstandorte – und die waren alle ausverkauft.

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