Umfrage und neue Homepage sollen Kunden an das Erlebnisbad binden

Das Ronolulu will attraktiver werden

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Bernd Braumüller von der Agentur Maxsell hat gestern gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard David (v.l.), Marketing-Chef Hans-Joachim Boschen und Badleiter Burkhard Oelkers die neue Ronolulu-Homepage vorgestellt.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Wie lässt sich dem allgemeinen Trend rückläufiger Besucherzahlen in Schwimmbädern in Rotenburg entgegen steuern? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit das Führungsteam des Erlebnisbades Ronolulu intensiv. 330000 Besucher waren es hier im Jahr 2003 noch, heute sind es rund 265000. Eine Umfrage und eine neue Homepage sollen helfen, das Bad attraktiver zu machen.

Die Zahlen erschrecken auch Reinhard David, Chef der Stadtwerke, die das Ronolulu betreiben. David bedauert insbesondere den Rückgang bei jüngeren Besuchern. Er macht es an allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen fest. Ganztagsschulen schränkten die freie Zeit ein, zudem säßen viele Kinder und Jugendliche viel zu viel zu Hause vor dem Computer oder vor Spielekonsolen. „Es wächst eine Generation der Stubenhocker und Bewegungsmotoriker heran“, bedauert er. Man dürfe sich in Schulen und Erziehung nicht nur auf die Kopfarbeit verlassen, spielen, toben und eben auch schwimmen müssten wieder an Stellenwert gewinnen. Ein Trend, den auch Badleiter Burkhard Oelkers erkannt hat: „Die 12- bis 17-Jährigen gehen uns verloren.“ Zwar seien auch heute noch viele Schulklassen zu Gast, doch der Anteil derer, die gar nicht oder nur schlecht schwimmen könnten, sei stark gestiegen. Dazu kommt, dass durch den steten Ausbau des Angebots am Weichelsee ein attraktives und kostenloses Bade- und Strandangebot insbesondere für die Jüngeren hinzu gekommen ist.

Dabei sei das Ronolulu anerkanntermaßen ein sehr attraktives Schwimmbad, betonen David und Oelkers. Das habe unlängst eine unabhängige Studie von Studenten der Hochschule Bremen aus dem Bereich Gesellschaftswissenschaften ergeben. 20 Studenten hatten sich dazu anonym ins Bad begeben und anhand eines Kriterienkataloges die Einrichtung bewertet. Ergebnis: Höchstnoten in Bereichen wie Erreichbarkeit, Sauberkeit und Preisgefüge. Auch der Saunabereich habe „Großstadt-Niveau“, so David. Es habe aber auch Hinweise für Verbesserungen gegeben. So könnte die Atmosphäre besser gestaltet werden und eine räumlich und akustisch bessere Trennung zwischen Kinder- und Erwachsenenbereichen zur Entspannung beitragen. Wo weiteres Verbesserungspotenzial liegt, wollen Stadtwerke und Ronolulu nun von den Badegästen erfahren. Die Werbeagentur Maxsell hat dafür einen Fragebogen entwickelt, der in den kommenden Wochen online abrufbar ist und im Ronolulu ausliegt. Um auch Antworten von denjenigen zu bekommen, die bestimmte Gründe haben, nicht ins Ronolulu zu gehen, wird ein Team von Maxsell Befragungen während des Hökermarktes am Sonnabend und die Wochenenden darauf beim Wochenmarkt durchführen. David: „Wir erhoffen uns Hinweise auf Maßnahmen, die in den kommenden Jahren ergriffen werden können.“ Für die Beantwortung der Fragen hat das Ronolulu mehrere Gutscheine im Wert bis zu 250 Euro ausgelobt.

Ganz konkret wird es am Mittwoch bereits mit der neuen Homepage. Nach mehr als sechs Jahren wurde die Ronolulu-Website komplett überarbeitet. Sie soll damit übersichtlicher sein und dem Trend zu mobiler Nutzung über Smartphones und Tablets entgegen kommen. Mit dem neuen Kassensystem, das im Herbst installiert sein soll und für den der Umbau im Eingangsbereich begonnen hat, wird es auch möglich werden, sich online für das Kursprogramm im Ronolulu anzumelden.

www.ronolulu.de

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