Für die Typisierungsaktion sind bereits 32500 Euro eingegangen / Ergebnisse liegen in drei Wochen vor

Viele Helfer und große Spendenbereitschaft

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Bei der Typisierung kamen 32500 Euro zusammen.

Rotenburg - Mit Worten lässt sich kaum beschreiben, welchen Nachhall die Registrierung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hat. Nur Menschen, die am 26. April in der Adolf-Rinck-Halle selbst dabei waren, können erfassen, um welche besondere Atmosphäre es geht.

Eine positive Spannung liegt in der Luft, als sich die etwa 50 Freiwilligen am Morgen einfinden. Die Stimmung ist trotz des ernsten Themas gelöst. Die unbezahlten Helfer, fast ausschließlich Mitarbeiter der Stadt Rotenburg und Planungsgemeinschaft Nord, opfern mit Begeisterung ihren freien Tag. Die Mitarbeiter des Diakonieklinikum bekommen den Tag als Überstunden angerechnet.

Allen schwebt die Zielmarke von 1000 Registrierungen vor. Trotz hervorragender Organisation und Werbung für den Tag gilt die Sorge, nicht genug für die drei Leukämie-Patienten der hiesigen Onkologie tun zu können, die auf einen „genetischen Zwilling“ warten. Am Ende sind es 1348.

„Wir sind absolut überwältigt und voller Dankbarkeit! Am liebsten würde ich jedem persönlich danken. Was hier wie selbstverständlich geschafft wurde – unglaublich! Eine großartige Organisation, Aktion, Hilfe und Gemeinschaft“, sagt Katharina M., Tochter von Andreas M., der einen Stammzellenspender sucht. Er sagt: „Ich bin überwältigt von der großen Anzahl an Spendern und sehr dankbar für die gemeinschaftliche Arbeit der freiwilligen Helfer.“ So geht es auch Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber als Schirmherr: „Diese hohe Anteilnahme ist beeindruckend. Gut ist, dass das Thema mehr in die Öffentlichkeit rückt und deutlich wird, wie Menschen mit einfachsten Mitteln helfen können.“

Thomas Schlobohm von der Planungsgemeinschaft Nord wurde von seinem Chef Norbert Behrens für die Organisation freigestellt: „Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang etwas nervös war, weil ich nicht wusste, ob die ganze Organisation klappt. Aber nachdem wir morgens mit den Helfern und Hausmeister Markus Stockschläder alles so schnell gewuppt hatten, legte sich das wieder. Alle haben an einem Strang gezogen, jeder hatte unglaublich gute Laune – Helfer, wie Spender –, einfach eine tolle Atmosphäre. Der Tag war ein Erfolg.“

Was Schlobohm noch auffiel: Die unglaubliche Spendenbereitschaft. Rund 32500 Euro sind bislang für diese Registrierung zusammen gekommen, die aber 69200 kostet. „Daher sind wir auf weitere Geldspenden angewiesen“, sagt Bettina Steinbauer von der DKMS. In etwa drei Wochen liegen die Typisierungsergebnisse vor.

bd

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