„Extrem herausforderndes Jahr“

Turbo für die Digitalisierung: Commerzbank zieht für den Geschäftsbereich Walsrode Jahresbilanz

Die Rotenburger Commerzbank-Niederlassung.
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Auch die Rotenburger Commerzbank-Niederlassung blickt auf ein Jahr zurück, in dem viele Themen von Corona überlagert waren.

Rotenburg – „Das Jahr 2020 war extrem herausfordernd“: Dieses Fazit ziehen Matthias Schmidt, Leiter des Unternehmerkundengeschäfts der Commerzbank im Geschäftsbereich Walsrode, als auch Markus Gerber, Leiter der Commerzbankfilialen in Rotenburg, Walsrode und Schneverdingen. Egal, ob Digitalisierung, Anlageverhalten oder Nachhaltigkeit: „Corona hat alles überdeckt“, so Schmidt.

Allerdings: „Im Bereich der Digitalisierung war die Pandemie eine Art Turbo, die das extrem vorangetrieben hat.“ Deutlich zeigte sich das im Bereich KfW-Förderung. „Das lief bislang immer noch per Post, 2020 haben wir es geschafft, innerhalb von 48 Stunden eine digitale Antragsstrecke einzurichten“, erläutert Schmidt. „Diese hat es ermöglicht, dass das Geld innerhalb kurzer Zeit auf dem Konto des Kunden war.“ Insgesamt beträgt bei der Commerzbank das genehmigte KfW-Kreditvolumen im Bereich der Niederlassung Bremen, zu der auch der Geschäftsbereich Walsrode und damit auch Rotenburg gehört, 155 Millionen Euro, 120 Millionen wurden ausgezahlt. Schmidt ist überzeugt: „Viele Unternehmer sind besser durch die Krise gekommen als erwartet. Viele sind unglaublich kreativ geworden und haben Onlineshops und -angebote auf die Beine gestellt.“

Mittlerweile wickeln 98 Prozent der Firmenkunden der Commerzbank ihre Bankgeschäfte digital ab, aber auch rund zwei Drittel der Privatkunden hat Zugang zu den digitalen Diensten und nutzt diese auch. „Die Kunden akzeptieren das immer mehr“, erklärt Gerber. „Und das zieht sich durch alle Altersstufen, auch bei den Älteren.“ Im vergangenen Jahr sei im Geschäftsbereich Walsrode die Zahl der Kunden, die das digitale Angebot in Anspruch nehmen, um 28,4 Prozent gestiegen. „Damit können wir zufrieden sein“, so Gerber. Mittlerweile laufen 90 Prozent der Überweisungen digital. Aber auch neue Kunden gewinnt das Kreditinstitut eigenen Angaben nach immer mehr über die Website. „Wir haben allein in Rotenburg rund 130 neue Kunden gewonnen, ein Drittel davon ist auf digitalem Wege zu uns gekommen“, erläutert Gerber.

Eine positive Entwicklung nehme seiner Ansicht nach auch das Wertpapiergeschäft: „Viele Menschen haben angesichts der Situation ihr Geld auf dem Konto gelassen, viele aber auch investiert“, so Gerber. „Privatanleger sind mutiger geworden.“ Auch in diesem Sektor nimmt die Zahl der Telefon- und Videoberatungen zu.

Als Bereich mit extremem Wachstum erwies sich im vergangenen Jahr die Immobilienfinanzierungen: Das Gesamtvolumen lag 2020 bei 135 Millionen Euro, 47 Millionen mehr als im Jahr zuvor. „Die Nachfrage nach Wohneigentum ist ungebrochen“, ist Gerber überzeugt. Bei jeder fünften Baufinanzierung handelt es sich um eine „grüne“ Finanzierung, bei der die Kreditnehmer einen Zinsrabatt erhalten. Ähnliche Entwicklungen ließen sich laut Commerzbank unter anderem auch in den Bereichen Wertpapiersparplan, nachhaltige Vermögensverwaltung und Nachfrage nach dem Fonds „KlimaVest“ feststellen. „Corona hat das Thema Nachhaltigkeit nicht ausgebremst“, so Dagmar Baier, Pressesprecherin der Commerzbank.  

Von Nina Baucke

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