Trotz Regens mehr als 150 Besucher beim Konzert zur Sommersonnenwende auf Pferdemarkt

„Wir haben Lust, endlich wieder aufzutreten“

Mit Regenschirmen schützen sich die Besucher auf dem Pferdemarkt vor dem Regen.
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Mit Regenschirmen schützen sich die Besucher auf dem Pferdemarkt vor dem Regen.

Schüler und Lehrer der Kreismusikschule Rotenburg fiebern am Montag dem Konzert zur Sommersonnenwende entgegen. Doch das Wetter spielt nicht mit: Starker Regen prasselt nieder. Die mehr als 150 Besucher auf dem Rotenburger Pferdemarkt harren trotzdem bis zum Schluss aus, und werden mit einem klangvollen Konzert belohnt.

Rotenburg – Der bange Blick von Bürgermeister Andreas Weber (SPD) in den wolkenverhangenen Rotenburger Himmel, er war berechtigt. Als Weber mit Meike Pesch, Leiterin der Kreismusikschule Rotenburg, das Konzert zur Sommersonnenwende am Montagabend auf dem Pferdemarkt eröffneten, da pladderte starker Regen nieder.

Unter Schirmen, eingehüllt in Regenjacken oder geschützt durch einen Pavillon harrten trotzdem mehr als 150 Zuhörer tapfer aus – und sie erlebten einen gelungenen Konzertabend, bei dem die Lehrer der Kreismusikschule mit ihren Schülern eine klangvolle Reise durch verschiedene Musikgenres lieferten. Von Klassik bis Rock reichte das Repertoire der Musiker, einem Geigen-Duett von Komponist Dmitri Schostakowitsch folgten die Pop-Songs „Those were the days“ von Mary Hopkin und „Moonlight Shadow“ von Mike Oldfield, jeweils vorgetragen von drei Flötistinnen.

Um die Musiker, die Technik und die Instrumente vor dem Starkregen zu schützen, blieb die Bühne an diesem Abend leer. Stattdessen suchten die Künstler Schutz unter dem Vordach des Eingangs zum Rathaus. Schade für das Publikum, das deshalb keinen freien Blick auf die Musiker hatte und ebenso für die Künstler selbst, die eine große Bühne verdient gehabt hätten. „Wir haben wahnsinnig Lust, endlich wieder aufzutreten“, kündigte Meike Pesch an und zeigte sich nach dem Konzert beeindruckt von den Leistungen ihrer Schüler, die coronabedingt lange alleine üben mussten.

Von diesen Einschränkungen merkte das Publikum nichts. Die Musiker im Alter zwischen neun und 18 Jahren spielten mit viel Leidenschaft und legten ihre anfängliche Nervosität schnell ab, obwohl sie lange nicht mehr live aufgetreten waren oder ihre Premiere feierten.

Selbst als der Regen in der ersten Hälfte des rund eineinhalb stündigen Konzerts noch stärker wurde, verließ keiner der Zuhörer seinen Platz. Und so verpasste niemand Höhepunkte wie den Auftritt der erst neunjährigen Celina Nehring, die das Stück „Happy End“ aus dem Film „Bibi und Tina – Mädchen gegen Jungs“ sang.

Im Duett: Alexandra Wilzer und Maxymilian Pawlonka

Alexandra Wilzer und Maxymilian Pawlonka spielten einen flotten Ragtime und sorgten damit für beste Stimmung auf dem Pferdemarkt. Die beiden haben am Wochenende bei „Jugend musiziert“ die Weiterleitung zum Landeswettbewerb erreicht, wo sie die Kreismusikschule vertreten werden. Mit ihrer Interpretation von „Girls like us“ von Zoe Wees begeisterte danach Sängerin Nia Schulz das Publikum.

Als zum Abschluss die Lehrerband um Sängerin Zsuzsa von Zeddelmann mit den beiden Schülern Nia Schulz und Jan Moog „Happy“ von Pharell Williams anstimmten, tanzten einige Besucher bereits ausgelassen im Regen.

Das Konzert soll einen festen Platz im Veranstaltungskalender bekommen, kündigte Meike Pesch an. „Wir werden jedes Jahr am Tag der Musik auftreten – aber dann gerne bei schönem Wetter und auf der Bühne.“

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