Trauriges Ende eines Einsatzes

Rehkitz vor dem Ertrinken gerettet, dann getötet

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Die Feuerwehrleute haben das Rehkitz mit dem Boot aus dem Wasser geholt und legen es am Ufer ab. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Die Rotenburger Feuerwehr ist am Montagmorgen zu einem nicht alltäglichen Einsatz ausgerückt. Ein Passant hatte um 9.15 Uhr beobachtet, dass ein junges Reh im überschwemmten Gebiet am Heimathaus auf der dünnen Eisfläche eingebrochen war und zu ertrinken drohte. 

Er meldete den Vorfall über den Notruf 112. Die Rettungsleitstelle Zeven alarmierte daraufhin die Rotenburger Wehr und die Polizei, die wiederum Henning Küper vom Niedersächsischen Forstamt informierte. Schnell waren elf Männer der Wehr vor Ort. Um das Tier erreichen zu können, setzten sie ein Boot ein. Dazu hackten sie zunächst das dünne Eis auf. Sie erreichten das hilflose Tier früh genug und zogen es lebend ins Boot. Wieder festen Boden unter den Füßen kümmerten sie sich um das Rehkitz, bis der Experte Henning Küper kurze Zeit später eintraf.

Der Hegeringleiter vom Forst Luhne untersuchte das weibliche Rehkitz und erkannte sofort, dass er das Tier töten muss, um es von seinen Leiden zu erlösen. „Es ist für mich – wie in diesem Fall – immer wieder eine schwere Entscheidung. Dieses Tier hatte keine Chance mehr, zu überleben. Daher habe ich es getötet“, erklärte Küper. Irgendeiner müsse die Entscheidung über Leben und Tod des Wildes bei solchen Vorkommnissen treffen. „Das bin zumeist ich“, so Küpers. Er hofft, dass er 2018 nur selten zu solchen Einsätzen gerufen wird. 

go

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