Unternehmer stirbt in den Schweizer Alpen

Flugzeugabsturz: Trauer um Peter Drewes

Peter Drewes

Rotenburg - Von Michael Krüger und Guido Menker. Peter Drewes, einer der Geschäftsführer der Rotenburger Flugplatz GmbH, ist tot. Der 64-Jährige aus Sottrum ist am Dienstagabend mit einer einmotorigen Mooney M20 oberhalb von Braunwald in den Schweizer Alpen abgestürzt. Mit ihm saß ein 76-jähriger Fluggast in der Maschine; auch er überlebte das Unglück nicht.

Einem Bericht des Schweizer „Blick“ zufolge hat Drewes selbst die Maschine geflogen und kurz vor dem Aufprall einen Notruf abgesetzt. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Gestartet war die einmotorige Maschine in Donaueschingen in Baden-Württemberg nahe der Grenze zur Schweiz. Ziel war die Region Albegna im Süden der Toskana. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen des schlechten Wetters und der abgelegenen Unglücksstelle schwierig.

Drewes war als Unternehmer über seine Beteiligung am Rotenburger Flughafen hinaus vor allem als selbstständiger Versicherungsmakler mit Firmensitzen in Verden, Hamburg und Danzig bekannt. Politisch engagierte er sich rund 20 Jahre lang in der FDP, im Februar 2015 wechselte er zur AfD und verließ diese fünf Monate später mit dem einstigen Parteigründer Bernd Lucke, um die Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) zu gründen, die sich wegen eines Namensstreits schließlich in LKR (Liberal-Konservative Reformer) umbenennen musste. 

Mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Bei der Kommunalwahl 2016 scheiterte Drewes mit seinem Vorhaben, in den Kreistag einzuziehen, übernahm aber im November den Landesvorsitz der Partei. Bei der Bundestagswahl am 24. September wollte er als Direktkandidat antreten. Als Sprecher des Hegerings Sottrum hatte sich Drewes vor allem der Kritik am Wolfsmanagement in Niedersachsen verschrieben. Er selbst hatte ein 1300 Hektar großes Revier mit Jagdhütte im Heidekreis gepachtet. 2015 war Drewes mit seinem damals 39-jährigen Sohn mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. 

Gewürdigt wurde ihr jahrelanges Engagement in Afrika. Mitte der 1990er-Jahre hatte die Familie damit begonnen, in Kenia zunächst Flüchtlinge, dann ein Waisenhaus finanziell zu unterstützen. Seit 2005 gibt es den Verein „Furaha Phönix Kinderhaus“, mittlerweile mit eigenem Waisenhaus für mehr als 50 Kinder. Zudem engagierte sich Drewes für Hilfsbedürftige in Tansania. „Es reicht halt nicht aus, den Menschen immer nur alles Gute zu wünschen. Man muss auch Taten sprechen lassen“, sagte er bei der Verleihung.

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