„tobbi“ funktioniert 

Kooperation zwischen Rotenburger Werken und BBS besteht seit zehn Jahren

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Ehrengäste gratulieren zum zehnjährigen Bestehen: BBS-Schulleiter Wolf Hertz-Kleptow (v.l.), Erster Kreisrat Torsten Lühring, Sabine Rademacher und Anja Rinck von der Werkstatt für behinderte Menschen, Markus Keuneke (Inklusionsbeauftragter des Kultusministeriums), der CDU-Landtagsabgeordnete Eike Holsten, Werke-Geschäftsführer Thorsten Tillner und BBS-Abteilungsleiter Erwin Eggers.

Rotenburg - Von Farina Witte. „tobbi“ lebt Inklusion und ist dafür weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Das haben die Ehrengäste und Verantwortlichen während der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Kooperation zwischen den Rotenburger Werken und den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg betont. „tobbi“, das für teilnehmerorientierte berufliche Bildung steht, hat seinen Sitz in einem eigenen Gebäude direkt hinter dem BBS-Standort an der Verdener Straße.

Das bedeutet kurze Wege und unkomplizierte Absprachen, zählt „tobbi“-Koordinatorin Yvonne Labonté während der Feierstunde auf. Was dadurch für die Teilnehmer möglich ist, zeigen diese mit ihren Lehrern und Unterstützern. Zu denen, die nach vorne vor die Bühne gebeten werden, gehört Leon Dohrmann. Er wird von Olaf Habeck begleitet, der Metalltechnik an den BBS unterrichtet. Dohrmann unterrichtet er ebenfalls, und beide berichten kurz aus dem Alltag. Ganz praktisch hat der Lehrer die Schüler gerade Namensschilder aus Metall fertigen lassen, aber auch Mathematik steht auf dem Stundenplan. Wer bei „tobbi“ eine Qualifizierung macht, erhält an ein bis zwei Tagen in der Woche Unterricht. Nach zwei Jahren gibt es ein Zertifikat für die durchlaufene Qualifizierung.

Die Nähe zu den BBS bringe viele Vorteile. „Wir agieren inklusiv“, sagt Erwin Eggers, Abteilungsleiter der BBS: „Wir machen Dinge möglich, die so noch gar nicht umgesetzt werden.“ Durch die kurzen Wege und Absprachen sei es etwa möglich, einen „tobbi“-Teilnehmer in einer Berufsfachschulklasse für einige Wochen aufzunehmen. Andersherum sei es ebenso Schülern möglich, über „tobbi“ den Berufsbildungsbereich der Rotenburger Werke kennenzulernen.

Leon Dohrmann ist „tobbi“-Teilnehmer und wird auch von Olaf Habeck (r.) unterrichtet.

Dass „tobbi“ funktioniert und der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt gelingt, davon haben Sven Fitschen und Rudi Müntefering berichtet. Fitschen hat mit „tobbi“ eine Qualifizierung zum Alltagshelfer gemacht, war am Matthias-Claudius-Heim beschäftigt und hat schließlich bei Rewe in der Rotenburger Innenstadt angefangen. Dort arbeitet er mittlerweile fest angestellt.

Müntefering hat ihn auf dem Weg begleitet. Er ist Jobcoach der Rotenburger Werke und betreut die Mitarbeiter der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. So kämen die jungen Menschen auch auf ihn zu, wenn es um den Wunsch geht, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die zahlreichen Kontakte zu Firmen, die er pflegt, seien dafür „sehr aufgeschlossen“, berichtet er.

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