Auf dem Junck-Hof

Tierisch verliebt: Adoptiertes Kalb und Pony-Stute sind unzertrennlich

Elfi (l.) und Karl sind unzertrennlich. Seit August leben Pony und Kuh als Familie zusammen. Foto: Goldstein
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Elfi (l.) und Karl sind unzertrennlich. Seit August leben Pony und Kuh als Familie zusammen.

Rotenburg – Auf dem Bauernhof des Borcheler Landwirtes Heiner Junck hat sich im August ein außergewöhnliches Pärchen gefunden. Die Pony-Stute Elfi hatte sich eines Kalbes namens Karl angenommen. Das Tier war allein, weil es von seiner Mutter-Kuh verstoßen worden war.

Selbst Junck, der schon viel auf seinem Hof erlebt hat, musste sich Augen reiben, als er sah, dass die Stute das Kalb an ihre Zitzen ließ. Der Landwirt musste Karl zwar zusätzlich mit Kuhmilch versorgen, weil die Stutenmilch nicht ausreichte, aber fortan ließ Elfi „ihren Spross“ nicht aus den Augen. Die beiden waren von da an unzertrennlich.

Junck hatte sich geschworen: „Die beiden sollen bis an ihr Lebensende gemeinsam auf dem Hof bleiben.“ Getrennt oder auch als Paar, die beiden sind ihm ans Herz gewachsen. Inzwischen hat Karl die Größe seiner „Mutter“ erreicht, aber geändert hat sich auch im März 2020 an der gegenseitigen Liebe nichts. Sie sind weiterhin unzertrennlich. 

„Ich werde die beiden nie verkaufen“

Ob im Stall oder auf der Weide, immer wirft die Stute Elfi ein Auge auf Karl und wird unruhig, wenn er mal wieder auf Entdeckungstour auf dem Hofgelände unterwegs ist. „Egal, was passiert, ich werde die beiden nie verkaufen“, erklärte Junck im Gespräch mit der Kreiszeitung und bekräftigte damit seine Äußerung vom August, dass die beiden Tiere auf seinem Hof zusammenbleiben dürfen. Für ihn ist das, was hier passiert ist, ein wenig wie ein Märchen.

Die beiden kuscheln miteinander. „Die beiden sind immer noch viel zusammen, obwohl Karl bereits eine stattliche Statur erreicht hat und auch öfter mal ausbüxt. In dem Fall macht sich Elfi bemerkbar und wir wissen, dass der Bursche wieder auf dem Hof unterwegs ist“, erzählt Junck.

Wird aus Karl ein Reitrind?

Das Kalb ist aber bereits so zahm geworden, dass auf Rufen reagiert und im „Kuhgalopp“ angelaufen kommt. Junck werde alles tun, damit es so bleibt. Ob sich was ändert, wenn die siebenjährige Stute ein Fohlen kriegt, weiß er nicht. „Es kommt ja häufiger vor, dass Pferde und Rinder auf einer Weide laufen“, so Junck. Das werde er auf jeden Fall ausprobieren, zumal Rinder das Gras fressen, was die Pferde stehen lassen. „Die nehmen sich nichts weg.“ So zahm, wie Karl ist, kann ich ja vielleicht ein Reitrind aus ihm machen“, überlegt Junck. Wenn das klappt, will der Landwirt auch wieder die Kreiszeitung informieren.

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