Tiefdruckgebiete bringen Regen und Wind/ Kältester Oktober seit sechs Jahren

Der Winter ist noch nicht in Sicht

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So schön wie im Oktober wird es in den kommenden Wochen nicht.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Das ruhige Herbstwetter geht zu Ende. Grund ist der sogenannte „Jetstream“. Dieses Starkwindband, das sich in rund zehn Kilometern Höhe über den Nordatlantik spannt, kommt uns mit seinen Tiefdruckgebieten immer näher und verdrängt das Herbsthoch „Tomoka“ zum Balkan – das berichtet RK-Wettermann Reinhard Zakrzewski.

Nachdem es derzeit noch etwas trocken ist und ein wenig Sonnenschein gibt, haben die Wetterfronten ab Freitag Regen und einen zunehmend milden Südwestwind für uns im Gepäck. Am Sonntag legen die Regengüsse voraussichtlich eine kurze Pause ein und machen wieder der Sonne Platz. Mit Höchstwerten von 13 bis 16 Grad wird es angenehm warm, aber auch recht windig.

In der neuen Woche sind die schönen Herbststunden gezählt. Tiefdruckgebiete übernehmen das Kommando. Es wird häufig nass und zeitweise sogar stürmisch. Dabei gehen die Temperaturen langsam zurück. Tagsüber liegen die Werte aber immer noch im zweistelligen Bereich und in den Nächten nur wenig darunter. Ob sich in der zweiten Wochenhälfte ein Tief mit typischem Novemberwetter über Skandinavien einnistet oder ein neues Hoch anklopft, bleibt abzuwarten. Nach den weiterführenden Trends der Wetterdienste ist ein Wintereinbruch jedenfalls weit und breit nicht in Sicht.

Erst sonnig und mild, dann trüb und nasskalt, und am Ende versöhnlich mit gutem Wetter und wieder mild: Meteorologisch zeigte sich der Oktober überraschend abwechslungsreich. Bemerkenswert war vor allem das zweite Monatsdrittel mit einer außergewöhnlich kühlen und trüben Novemberphase. Sie brachte den Mittelgebirgen historisch frühe Schneefälle und dem Altkreis Rotenburg einige Nächte mit Bodenfrost.

In dieser Zeit wurden am 13. und 14. Oktober auch rekordverdächtig niedrige Tagesmaxima beobachtet. Rotenburg meldete eine Höchsttemperatur von nur 6,5 beziehungsweise 5,9 Grad. Von diesem Kälteschock erholte sich der Monat nicht mehr. Daran konnten auch die milden Lüfte sowie der reichliche Sonnenschein der vergangenen Woche nichts ändern, der das bunte Herbstlaub noch einmal ordentlich aufleuchten ließ.

In der Region schloss der Oktober im Vergleich zum Klimamittel (1981 bis 2010) um 0,5 bis 0,8 Grad zu kühl seine Pforten, womit er der kälteste seit 2009 war. Auffällig waren die Starkregenereignisse am 15. und 16. Oktober. Rotenburg meldete innerhalb von 48 Stunden 31 Liter pro Quadratmeter, was zweidrittel der gesamten Monatsmenge entsprach. Durch einen beherzten Schlussspurt konnte die goldene Herbstsonne ihr Soll weitgehend erfüllen.

Der Oktober in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

• Monatsmittel 9,0 Grad (Abweichung -0,5°C)

• Maximum 19,5°C (5. Oktober)

• Minimum 0,2°C (12. Oktober)

• Frosttage (Mininum unter 0,0 °C) 0 (normal 3)

• Niederschlag 46 Millimeter (66 Prozent vom Soll), Visselhövede 44 mm (67 Prozent vom Soll)

• Sonnenscheindauer 104 Stunden (98 Prozent vom Soll)

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