Ortsrat Waffensen spricht Empfehlung aus

Thyssen kann bald loslegen

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Hauptamtleiter Uwe Radtke (l.) von der Stadt Rotenburg und Ortsbürgermeister Hartmut Leefes während der Sitzung.

Waffensen - Nach Auswertung der öffentlichen Stellungnahmen zum Bau des Logistikzentrums von Thyssenkrupp Schulte in Waffensen im Gewerbegebiete Hohenesch hat der Ortsrat Waffensen der Änderung des Flächennutzungsplanes zugestimmt. Allerdings mit einer Fußnote, dass nach dem Bau der Bereich Am Lerchenberg und Lerchendamm (Zufahrt zu Heidesand und zum Bahnhof) nicht mehr als Außenbereich, sondern als Dorfgebiet ausgewiesen werden sollte, um dort Wohnbebauung zu ermöglichen.

Rotenburgs Stadtplaner Clemens Bumann und Verkehrsamtsleiter Stephan Lohmann haben den Ortsrat zu den abgegebenen Bedenken informiert. Durch das Plangebiet läuft eine sogenannte Gasleitungsstraße, die rund 16 Meter breit ist. Diese muss gegen Beschädigung geschützt werden. Die dazu nötigen baulichen Maßnahmen werden mit dem Betreiber der Leitungen, DEA Deutsche Erdöl AG, abgestimmt. Neben einer Zufahrt über Straßen zum zukünftigen Firmengelände ist eine Anbindung an das Schienennetz Bremervörde-Rotenburg vorgesehen. Das Gelände ist von der Bundesstraße 75 ausschließlich ab der Oetjen-Kreuzung über das Gewerbegebiet Hohenesch zu erreichen. Alle anderen „Zufahrtsstraßen“ von der B 75 aus sind für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Thyssenkrupp Schulte hat erklärt, dass eine Anlieferung der Waren vorrangig mit der Bahn erfolgen wird. „Der Zug fährt zum Entladen an der Fabrik vorbei und setzt dann auf Waffensener Gebiet zurück auf das Fabrikgelände, und zwar direkt in die Halle“, erklärte Ortsbürgermeister Hartmut Leefers (CDU). Bumann betonte, eine Einfahrt von Süden aus würde den Verkehr auf der B75 zu sehr beeinträchtigen. Die Einfahrkurve müsste bereits auf der B 75 beginnen, und die geringe Geschwindigkeit des Zuges würde den Verkehr lange aufhalten.

Die Samtgemeinde Sottrum befürchtete in ihrer Stellungnahme eine deutliche Zunahme des Güterverkehrs auf der Bahnstrecke. Die hierfür anfallenden Kosten insbesondere bei eventuellen Kreuzungsänderungen oder Lärmschutzmaßnahmen dürften nicht zur Belastung der Gemeinde Bötersen führen. Bumann erklärte, dass die Ausgestaltung des Gleisanschlusses in einem eigenen Planfeststellungsverfahren erfolgen werde. Einen Eingriff in Bötersener Belange sieht Leefers wegen der Einfahrt von Süden aus nicht. Zu Einwänden der Landwirtschaftskammer erklärte Bumann, dass der Eingriff in die Natur über das Ökokonto der Stadt im Großen und Weißen Moor ausgeglichen werde.

Die Tochtergesellschaft des Stahlgiganten investiert in das Logistikzentrum rund 60 Millionen Euro. Die Stadt will bis Ende des Jahres die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen, sodass der Spatenstich im Sommer 2019 erfolgen kann. 

go

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