Theodor-Heuss-Schule feiert 50 Jahre

Stets im Wandel

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Schulleiter Lühr Klee und Lehrerin Renate Lerbs richteten ihren Dank an die Stadt Rotenburg als Schulträger.

Rotenburg - Von Elisabeth Stockinger. Ein detaillierter Rückblick in die Vergangenheit und ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Die Feierstunde anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule (THS) gestern Mittag war geprägt von großer Dankbarkeit, aber auch von ein wenig Wehmut.

Dankbar zeigte sich allen voran Lühr Klee. Der Leiter der Hauptschule lobte insbesondere die Stadt Rotenburg als Schulträger, der stets die notwendigen Gelder für die verschiedenen Umbauten im Laufe der Jahrzehnte bereit gestellt habe. Denn die Geschichte der Theodor-Heuss-Schule – das wurde während der Feierstunde immer wieder betont – ist eine Geschichte voller Veränderungen.

Der eingangs gezeigte Film verdeutlichte dies. Anhand von Videoaufzeichnungen wurde den Gästen der Feier etwa ein Blick in das Lehrerzimmer im Jahr 1987 gewährt – so manche 80er-Jahre-Frisur lockte ein Schmunzeln hervor. Europafest, Projektwoche, Schulhofgestaltung und der jetzige Bau der Integrierten Gesamtschule: Der Film bot einen Schnelldurchlauf durch das Schulleben; bis hin zur Schlusszeile: „THS – still alive“ („THS – lebt noch“).

Im Jahr 1965 als Volksschule Gerberstraße gegründet, durchlebte die Bildungseinrichtung eine Reihe von Umwandlungen: Grund- und Hauptschule mit Schulkindergarten, Einführung der 10. Klasse, Abschaffung der Orientierungsstufe, Comenius-Projekte, Ganztagshauptschule und noch vieles mehr. Immer wieder waren bauliche Veränderungen notwendig geworden. Nun, da die Integrierte Gesamtschule eingeführt wird, bleibt die Theodor-Heuss-Schule nur noch wenige Jahre in der jetzigen Form erhalten.

Wehmütig zeigten sich Christa Strangmann und Marita Vögler, die eine ehemalige, die andere noch aktive Lehrerin, über diese Entwicklung. „Wir befinden uns in Auflösung“, so Vögler. „Wir als Kollegium unterstützen das, aber ein wenig traurig sind wir doch darüber, dass die THS sich aus der Rotenburger Schullandschaft verabschieden wird.“ Eine gute und bewegliche Schule sei es, stets von einem angenehmen Lernklima geprägt und immer mit einem Schulleiter vorweg, der Ideen aufgreife und Freiräume lasse.

Auch der ehemalige Leiter Fritz Katzur hatte es sich nicht nehmen lassen, einige Worte an die Gäste zu richten. Er verglich die THS mit einem Käfer. Denn auch die alten Autos, ohne Extras wie Servolenkung oder beheizte Sitze, seien stets an ihr Ziel gekommen. Ähnlich habe es sich mit der damaligen Volksschule verhalten. „Früher war nicht alles besser“, so Katzur, „es war ganz einfach anders.“

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