Temperaturrekorde im Dezember / Schnee und Eis in den nächsten Wochen möglich

Weiter Schmuddelwetter

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Das Wetter bleibt das erst einmal schmuddelig.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski.. Nach dem knackigen Winterwetter der ersten Januartage wich die Frostluft zunächst nach Nordosten zurück. Ein Niederschlagsgebiet aus Südwesten brachte daraufhin einige Schneetage. Bis zum Sonntag kann sich die milde Atlantikluft immer besser durchsetzten, weiß unser Wettermann Reinhard Zakrzewski.

Bei Höchstwerten um sieben Grad fallen die Niederschläge nun als Regen, und die Nächte bleiben frostfrei. In der neuen Woche setzt sich das milde Schmuddelwetter zunächst fort. Regenfronten und teils kräftige Schauer geben sich die Klinke in die Hand, und die Sonne lässt sich nur selten blicken. In der zweiten Wochenhälfte geht es mit den Temperaturen in den nasskalten Bereich. Immer mehr Schneeflocken können sich unter den Regen mischen und Nachtfröste sind wieder ein Thema.

Für die zweite Januarhälfte deuten die langfristigen Berechnungen des Amerikanischen Wetterdienstes einen weiteren Temperaturrückgang aus Norden an. Die Voraussetzungen dafür dazu sind gut, denn über Nordeuropa hat sich jede Menge Winterluft angesammelt. Käme es zu einem Zusammenbruch der Westwinde mit einem blockierenden Hoch über dem Ostatlantik, würde sich der nordeuropäische Eisschrank im Gegenzug für uns sperrangelweit öffnen.

Diese Variante ist nach der einschlägigen Witterungsregel „Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt auch keiner (strenger) mehr dahinter“ gar nicht so abwegig. Denn die für den Hochwinter so wichtige Kältewelle aus Osten kam gerade noch rechtzeitig vor dem Dreikönigstag am vergangenen Mittwoch. Andernfalls hätten die Liebhaber von Schnee und Eis schlechte Karten. Hat es sich bis zum Dreikönigstag nämlich noch nicht richtig „eingewintert“, bleiben Januar und Februar mit 70 bis 80-prozentiger Sicherheit insgesamt zu mild. Frostperioden wären zwar auch dann nicht ausgeschlossen, aber meist harmlos und nur von kurzer Dauer.

Der Dezember 2015 stellte in Sachen Wärme alles bisher Dagewesene in den Schatten. Mit einer Durchschnittstemperatur von 8,3 Grad oder 6,0 sechs über dem Klimamittel (1981-2010), stieß er in völlig neue Dimensionen vor. Entsprechend fielen auch die Einzelrekorde wie die reifen Früchte. Hier nur eine kleine Auswahl: Dieser Dezember brachte es im Altkreis Rotenburg auf die mit Abstand höchste Anzahl von Tagen über zehn Grad (Rotenburg 19), davon gleich zwölf in Folge – sogar in der zweiten Monatshälfte, auf das mildeste Weihnachtfest jemals mit dem Monatsmaximum bis über 14 Grad erst am zweiten Weihnachtstag.

Den Rekord als absolut wärmster Dezembertag konnte allerdings der 4. Dezember 1953 mit Abstand behaupten. Damals meldete Rotenburg sagenhafte 15,8 Grad. Die Kombination von subtropischer Wärme, viel Sonnenschein, wenigen trüben Tagen und Trockenheit machten den ersten Wintermonat zu einem ungewöhnlich freundlichen und nicht selten frühlingshaften.

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