Typisch wechselhafter April kündigt sich an / Neues Frühlingshoch nicht in Sicht

Temperaturen bleiben auf Tauchstation

Nach einem sonnigen Start wird der April jetzt wieder etwas wolkiger. - Foto: Menker

Rotenburg - Der April beschert uns ab Mittwoch deutlich kühleres Wetter. Nach dem warmen Wochenstart drängen Wetterfronten aus Südwesten die Frühlingsluft mit nach Osteuropa ab. Auf deren Rückseite stellt sich in der zweiten Wochenhälfte launisches Aprilwetter mit Schauern und zunächst auch noch kräftigen Windböen ein, sagt unser RK/VN-Wettermann Reinhard Zakrzewski voraus.

Auf ihrer Rückseite hat sich typisches Aprilwetter mit Schauern und zunächst auch noch kräftigen Windböen eingestellt. Zwischen den kalten Duschen sind in den kommenden Tagen aber auch längere, trockene und sonnige Abschnitte in Sicht, sodass der Wettercharakter insgesamt gar nicht so unfreundlich sein dürfte. Dabei bleiben die Temperaturen allerdings auf Tauchstation.

Bis Sonntag erreichen sie in Rotenburg und umzu höchstens 11 bis 14 Grad. Besonders weit nach unten kann es in der Nacht zum Freitag gehen. Bei Tiefstwerten um zwei bis drei Grad besteht erneut Frostgefahr. Am Wochenende setzt sich bei den Britischen Inseln dann ein kräftiges Tief fest. Auf seiner Vorderseite wird ab Montag mit südlichen Winden erneut milde Luft zu uns gelenkt.

Wie lange diese sich halten kann, bleibt abzuwarten. Den Regenschirm sollte man aber auch weiterhin parat haben, denn ein stabiles Hoch ist in den Wetterkarten bis auf Weiteres nicht zu erkennen.

März blieb zumeist trocken

Frühlingsgefühle hatten im vergangenen Monat nicht gerade Hochkonjunktur. In der ersten und vierten Märzwoche brachte Tiefdruckeinfluss unbeständiges, häufig trübes und anhaltend unterkühltes Wetter. Vom 8. März bis 24. März beeinflusste dann das zählebige Hoch „Joachim“ weite Teile Europas. Es sorgte mit Kaltluft aus Norden bis Osten für zahlreiche frostige Nächte, sodass deren Gesamtzahl in Rotenburg und umzu noch über dem Klimamittel lag. Unter der Regentschaft von „Joachim“ schien zwischen Rotenburg und Visselhövede häufig die Sonne, nennenswerter Niederschlag blieb dagegen aus.

Entsprechend traurig fielen die Monatsmengen aus, die am Ende nur gut die Hälfte des Üblichen erreichten. Erst mit den heraufziehenden Ostertagen ließ wärmere Luft aus Südwesten die Frühlingsgefühle wachsen. Trotz Höchsttemperaturen von 12 bis 15 Grad musste sich der Osterhase von Karsamstag bis Ostermontag diesmal wärmer anziehen als der Weihnachtsmann. Dem milden Winter und dem fast normal temperierten März haben wir es zu verdanken, dass die bunten Frühlingsboten ihre Visitenkarte rechtzeitig abgeben konnten. - rz

Der März in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel: 4,6˚C (Abw. -0,1˚C)

Maximum: 14,6˚C (26. März)

Minimum: -6,4˚C (1. März)

Frosttage: 12 (normal 11)

Eistage: 0 (normal 1)

Niederschlag: 40 mm (58% vom Soll), Visselhövede 35 mm (54% vom Soll)

Sonnenschein: 103 Stunden (97% vom Soll)

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