Rotenburger Schüler stellen sich dem „Management Information Game“

Teamarbeit und Fachwissen sind gefragt

Die „Stil AG“ hat sich beim „Management Information Game“ den ersten Platz gesichert. - Foto: Quebe

Rotenburg - Sollte eine namhafte Kaffee-Filialkette, die auch Artikel für Haus, Garten und Co. im Sortiment hat, demnächst einen Smart-Spiegel anbieten, wurde dieser vielleicht in Rotenburg entwickelt. Schüler der Sekundarstufe II der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg und Ratsgymnasium hatten genau diese Aufgabenstellung beim „Management Information Game“ (MIG) vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), die das Spiel in dieser Woche in Rotenburg bereits zum neunten Mal durchgeführt hat.

In drei Gruppen haben sie binnen weniger Tage nicht nur jeweils einen Smart-Spiegel entwickelt, sondern sich mit Themen wie Lieferung, Investitionen, Personal, Finanzierung und Marketing auseinandergesetzt. Donnerstagabend haben sie ihre Ergebnisse in der Geschäftsstelle der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde vorgestellt – und sich den Fragen der anwesenden Wirtschaftsvertreter gestellt. Das Ziel dieses insgesamt fünftägigen Seminars soll es sein, den Teilnehmern Grundwissen in Sachen Volks- und Betriebswirtschaften an die Hand zu geben.

Und sie mussten sich intensiv vorbereiten, um die Fragen der Wirtschaftsvertreter beantworten zu können, die Andreas Mätzold vom BNW, der das MIG durchführt, dazu animierte, die Teilnehmer ordentlich zu „grillen“. Die Wirtschaftsvertreter nahmen die Aufforderung ernst und fragten die Mitglieder der „Inovate AG“, „TIS AG“ und der „Stil AG“ – die Schüler hatten sich die Namen ihrer Unternehmen selbst überlegt – zu ihren Produkten aus. „Wie schnell können Sie welche Stückzahl liefern?“, „Was machen Sie, wenn es eine Flut von Beschwerden gibt?“, „Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?“ – wie in der „echten“ Wirtschaft ließen die Profis kaum eine Frage aus. Und die Neulinge hatten fast immer eine Antwort, auch wenn sie manchmal nur lautete: „Guter Hinweis, mit dem Thema müssen wir uns wohl nochmal beschäftigen.“

Im Anschluss an die Präsentationen vergaben die Gäste an die AGs Punkte – knapper Sieger: die „Stil AG“, die sich damit gegen die „TIS AG“ auf Platz zwei sowie der „Inovate AG“ auf dem dritten Rang durchsetzte.

Doch es ging nicht allein um das Management-Spiel – schließlich waren diverse Vertreter aus der Wirtschaft und der Politik im Landkreis Rotenburg vertreten. Eine Chance für die Zukunft, die die Schüler im Anschluss an die Veranstaltung dazu nutzen konnten, um Kontakte zu knüpfen. „Das MIG ist eine gute Plattform, um Unternehmen und Schüler zusammenzuführen“, lobte auch Volker Eichler von der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde. Und vielleicht hat der ein oder andere Teilnehmer schon bald einen Ausbildungsplatz in der Tasche. - iq

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