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„Taonga“: Frederic Wert plant Festival für bis zu 2000 Besucher auf Rennbahn

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Von: Andreas Schultz

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Im „Kontrollzentrum“: Frederic Wert plant das Taonga-Festival in Mulmshorn.
Im „Kontrollzentrum“: Frederic Wert plant das Taonga-Festival in Mulmshorn. © Schultz

Geht es nach Frederic Wert, feiern am 7. Mai 1 500 Menschen und mehr auf dem Gelände des Motorsportclubs in Mulmshorn zu den Klängen von House, Schlager und Hip Hop. Der 23-Jährige arbeitet an dem aztektisch angehauchten „Taonga“-Festival.

Mulmshorn – Hurricane, „Mit Freunden“, Ferdinands Feld – und jetzt „Taonga“: Geht es nach Frederic Wert, dann gibt es ab 7. Mai eine neue Größe im Festivalgeschehen des Landkreises Rotenburg. Der Rotenburger plant für 1 500 bis 2 000 Gäste eine vielseitige Kombination aus Tech House, Slap House, EDM bis Hardstyle, Hiphop, Partymusik, Black – und Schlager. „Wir haben eine große Bandbreite an Genres und wollen damit möglichst alle abholen“, sagt der 23-Jährige.

Rund elf Stunden soll die Fete auf der Mulmshorner Sandbahn dauern, wo sonst der MSC seine Rennen veranstaltet. Die Künstler bringen einiges für die Ohren mit: Zwei von ihnen sind Sänger, der Rest DJs und DJanes. „Lunax“ gehört zu den Bekannteren: Die gebürtige Hamburgerin hat sich unter anderem mit „Drunk in Love“ und „Rooftop“ einen Namen gemacht. Ebenfalls mit von der Partie sind unter anderem die DJs Noel Holler, Luke Madness und Sänger Moe Phoenix. Wert selbst wird als „Freddy Warray“ auf der Tempelstage stehen und dort unter anderem EDM zu Gehör bringen.

Die Leute sollen das gemeinschaftliche Feiern wiederentdecken.

Frederic Wert

Insgesamt 20 Menschen arbeiten an Werts Idee von „Taonga“: Ein großes Team aus Freunden und Helfern, die alle mit Veranstaltungstechnik und -planung zu tun haben sowie Grafiker und Website-Spezialisten: „Für jede Schiene ist jemand dabei“, erzählt der junge Industrie-Mechatroniker, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. So ein Event zu planen, das habe er schon immer gewollt. Er selbst ist in der Freizeit als DJ aktiv, war oft mit dabei, wenn sein Vater aufgelegt hat. So kam der 23-Jährige viel in Kontakt mit Menschen, die Partyveranstaltungen auf die Beine stellen: „Ich bin da quasi reingewachsen“, sagt er und will nun selbst aktiv werden: „Das muss jetzt passen. Ich bin halt ein ungeduldiger Mensch.“

Ein Tag, bislang elf Musiker, zwei Bühnen, ein Dschungeldorf – ein Dschungeldorf? Wert will die Rennstrecke in Mulmshorn in genau das verwandeln: Bühnen und Verpflegungsmöglichkeiten sollen dem Besucher den Anschein vermitteln, einen vorzivilisatorischen Ort betreten zu haben. Die Marke „Taonga“ bedient sich optisch bei den Azteken und auch das Festivalgelände soll das widerspiegeln. „Wir wollen die Leute in einem unberührten, wilden Dorf willkommen heißen und mit ihnen auf diese Weise sozusagen die Wiedereröffnung für die Veranstaltungsbranche feiern. Die Leute sollen das gemeinschaftliche Feiern wiederentdecken“, erklärt Wert. Zu der Idee vom gastfreundlichen Dschungelvolk ist der DJ gekommen, weil er selbst gern im Wald und an der frischen Luft ist. Außerdem habe er bereits eine Party mit Dschungelmotiv erlebt und sich gedacht: „Das ist es, wenn ich mein Festival mache, dann soll die Party im Dschungel sein.“ Orientiert hat er sich in Richtung tropischer Regenwald. „Taonga“ war geboren, ein Fantasievolk, das ebenso fantasievoll und freundlich mit „Kia Ora“ grüßt. „Das hört sich doch spannend an“, findet Wert.

Mulmshorn ist mit im Boot

Das echte Dorf Mulmshorn haben er und sein Team bereits ins Boot geholt, sie haben zu Anwohnerversammlungen eingeladen und sind mit dem Feedback in die Planung gegangen – frei nach dem Motto: Dann klappt es auch mit den Nachbarn. Möglichst wenig Lärm und Müll, das war laut Wert einer der zentralen Punkte, der den Anwohnern wichtig war. „Hinterher soll man nicht sehen können, dass dort ein Festival stattgefunden hat“, sagt der Veranstalter.

Die Erstauflage soll bewusst „etwas kleiner“ ausfallen, sagt der Rotenburger. „Das ist sozusagen ein Probelauf. Wir schauen, ob es so funktioniert wie geplant.“ Eigentlich hätte dieser Testballon schon vor zwei Jahren starten sollen. Dann kam Corona, der Rest ist Geschichte – auch die des MSC Mulmshorn, der zwischenzeitlich um die Nutzungsrechte der Strecke und damit um die eigene Existenz gebangt hatte. Das ist inzwischen erledigt, und mit der kurzen Miete der vom Motorsportclub gepachteten Fläche können Wert und sein Team auch dem Verein etwas unter die Arme greifen. Heißt: Nun soll es endlich losgehen. „Und wenn die Leute das Festival annehmen, können wir das gern im nächsten Jahr entsprechend anpassen, ausbauen und weiterführen“, sagt Wert. „Wir gucken mal“.

Tickets und Infos

Karten können Interessierte über www.taonga-festival.de ordern. Neuigkeiten zu Line-Up und anderen Details finden sie auf der Facebook- und auf der Instagram-Seite der Veranstalter.

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