RROP: Stadt klärt noch offene Fragen

Stellungnahme geht später an den Landkreis

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Raumbedeutsame Windkraftanlagen bereiten den Menschen in der Stadt Rotenburg, aber auch in der Ortschaft Mulmshorn Sorgen. Die Stadt reagiert entsprechend und hält für den Bereich Ahlsdorfer Forst an ihrer Kritik fest. Das bestätigt Bürgermeister Andreas Weber. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Stadt Rotenburg ist aufgefordert, beim Landkreis eine Stellungnahme zum Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) einzureichen. Nun bittet sie allerdings um eine Fristverlängerung. Das hat Bürgermeister Andreas Weber (SPD) in der Sitzung des Stadtrates bekannt gegeben. Grund: Sowohl in Mulmshorn als auch in Borchel seien noch offene Fragen zu klären, so Weber.

In Borchel geht es darum, dass Moorflächen zum Inhalt des RROP geworden seien. „Was bedeutet das?“, wollen die Borcheler laut Weber wissen. In Mulmshorn schauten die Menschen derweil ein wenig besorgt auf ein Vorranggebiet für raumbedeutsame Windkraftanlagen in einer Entfernung von etwa 2,5 Kilometern nahe der Autobahn 1 im Bereich Hesedorf, so der Bürgermeister. Die Mulmshorner befürchten nun negative Beeinträchtigungen. Grund genug für Andreas Weber, in einer Versammlung am Dienstag, 7. November, von 19.30 Uhr an im großen Sitzungssaal des Rotenburger Rathauses die Bewohner der beiden Ortschaften zu informieren. Je nach dem, was bei diesem Treffen herauskommt, behält sich der Bürgermeister eine Ergänzung der städtischen Stellungnahme – vom Rat am vergangenen Donnerstag auf den Weg gebracht – zum RROP vor. Er gehe davon aus, dass das Schriftstück voraussichtlich Ende November fertiggestellt sein wird.

Laut Weber werde die Stadt an ihrer Stellungnahme hinsichtlich der vorgesehenen Windenergie-Fläche am Ahlsdorfer Forst festhalten. Raumbedeutsame Windkraftanlagen stellten dort eine Beeinträchtigung dar – daran ändere weder der Hinweis des Landkreises auf die Entfernung von 1 500 Metern noch die Empfehlung, ihre konkreten Regelungswünsche mithilfe von Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen umzusetzen, erklärt Weber. Unabhängig davon treffe der Raumordnungsplan wesentliche Vorgaben für die Flächennutzungsplanung der Stadt. Mit der Darstellung Rotenburgs als Mittelzentrum seien die Schwerpunktaufgaben der Sicherung und Entwicklung von Wohn- sowie von Arbeitsstätten gesichert, und die Raumordnung räume ihr ausreichende Möglichkeiten ein, um die städtebauliche Zukunft positiv zu gestalten.

Was aus Sicht von Andreas Weber ebenfalls erfreulich ist: die Darstellung der Rotenburger Rinne als Vorranggebiet für die Trinkwassergewinnung. Die Schutzbestimmung dieser Gebiete im Rahmen der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas und Erdöl, des Verbots des Frackings sowie der Verpressung von Lagerstättenwasser sei geeignet, das Trinkwasser vor umweltschädlichen Einwirkungen zu schützen.

In diesem Zusammenhang erinnerte Bürgermeister Andreas Weber daher auch an die Resolution des Rotenburger Stadtrates dazu von vor zwei Jahren. Vor diesem Hintergrund verzichte die Kreisstadt nun auch auf weitere Hinweise oder Bedenken in diesem Verfahren. Denn eine zunächst geforderte Pufferregelung sei rechtlich nicht möglich.

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