Stellplatz für rund 20 Wohnmobile am Weichelsee bietet mehr als nur Erholung

„Balsam für die Seele“

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Der Abstellplatz für Wohnmobile am Rotenburger Weichelsee ist wegen seiner Idylle bei Reisenden sehr beliebt.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Es ist sommerlich warm, obwohl es bereits 20 Uhr ist. Vor ihrem Wohnmobil auf dem idyllisch gelegenen Stellplatz am Weichelsee sitzen Peter und Ingela Schröder aus Hamburg gemütlich in ihren Camping-Sesseln. Der Hansestädter hält einen Becher mit Rotwein in seiner Hand. Beide klönen und genießen den Blick auf das Gewässer. Doch was hat sie nach Rotenburg geführt?

„Wir sind auf der Rückreise von unserem Urlaub in Frankreich. Wir hätten bis Hamburg durchfahren können. Da wir aber diesen Platz von früheren Reisen kennen und ihn herrlich finden, haben wir uns entschlossen, in Rotenburg zu übernachten“, erzählt Ingela Schröder. Am darauffolgenden Tag wollen sie die Reise fortsetzen.

„Ich werde gleich noch im See schwimmen gehen“, so die Hamburgerin mit Blick auf ein kühlendes Bad. Dieser Stellplatz sei für Wohnmobilbesitzer völlig unkompliziert, sind sich beide einig. „Wir fahren auf den Platz, melden uns im Strandhouse beim Platzwart an, und schon ist die Sache erledigt“, erklärt Peter Schröder den Ablauf der Buchung. Wer duschen möchte, könne sich gegen Pfand einen Schlüssel bei Ulli Schorpp im Strandhouse abholen. Die Sanitäranlagen seien sehr sauber. Zudem sei der Strand sehr gepflegt, und das sei auf einigen Plätzen, auf denen sie vorher waren, nicht so. „Wir haben hier im Gegensatz zu Hamburg keine Glasscherben im Sand oder Wasser gesehen. Hier kann man sich noch barfuß ohne Badelatschen ins Wasser wagen“, stellen sie fest.

Vor den rund 15 Wohnmobilen sitzen zumeist Pärchen, lesen, lösen Kreuzworträtsel, schreiben eine SMS oder schauen einfach dem Treiben am Strand zu. Alle scheinen diesen Ort zu genießen. So wie Dieter und Christa Pochert aus Wismar. „Wir haben eine Deutschland-Tour gemacht und sind die Weser entlang gefahren. Im Camping-Katalog haben wir nach Stellplätzen gesucht, wo das Grillen erlaubt ist. Das ist hier der Fall“, erklärt der Wismarer. Sie hätten auch eine Exkursion in die Innenstadt gemacht. Das tolle Flair mit den kleinen Häusern, Geschäften in der Fußgängerzone und das viele Grün in der Kreisstadt habe sie an ihre Geburtsstadt Hagenow erinnert.

Heike Rentsch aus Kiel liest gerade in einer Illustrierten. Ihr Mann nutzt derweil die Sportgeräte gleich neben dem Stellplatz. „Wir waren schon öfter hier, und es hat uns immer sehr gut gefallen“, erzählt sie. Sie liebe die Idylle, die dort direkt am Ufer des Sees herrsche. Der morgendliche Blick auf den See mit den Enten und das Vogelgezwitscher sei Balsam für die Seele. „Wir kommen wieder“, ist sie sich sicher.

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