19. Städte- und Sportlertreffen der Rot(h)enburgs geht fröhlich zu Ende / Echtes „Wir“-Gefühl

Klarer Sieg für die Gemeinschaft

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Nach spannenden, aber vor allem fairen und spaßigen Wettkämpfen nahmen die „Sieger“-Bürgermeister ihre Pokale entgegen (v.l.): Piotr Iwanus aus Czerwiensk für den zweiten Platz, Gastgeber Andreas Weber für den Sieg und Christian Grunwald aus Rotenburg an der Fulda für den dritten Rang.

Rotenburg - Von Jens Wieters. Ob jetzt mit „h“ oder ohne „h“ war am Ende völlig wurscht, denn alle Rot(h)enburger, die der Einladung zum Städtetreffen an die Wümme gefolgt waren, feierten bis gestern Mittag ein vergnügtes und vor allem sportliches Wochenende, an dem das „Wir“-Gefühl und das Miteinander eindeutig im Vordergrund standen.

Rund 230 junge und auch schon etwas ältere Sportler aus den sechs Rot(h)enburgs zählten zu den rund 1500 Gästen der großen XXL-Party am Freitagabend zum zehnjährigen Bestehen von party-bouncer.de. Sie ließen es zur Musik der Band Captain Candy aber auch in der Nacht zu gestern im großen Festzelt am Ahe-Stadion gemeinsam mit vielen Besuchern aus der Wümmestadt mächtig krachen.

Zuvor allerdings wurde noch der große Städtepokal vergeben, denn bei allem Spaß stand auch ein kleines bisschen der Wettbewerb im Vordergrund. Und zur Überraschung aller gab es einen deutlichen Heimsieg, als die Gewinner der verschiedenen Sportarten addiert waren. Rotenburg/Wümme siegte vor den Freunden aus Czerwiensk in Polen, das auf Deutsch Rotenburg an der Oder heißt. Auf dem dritten Platz folgte das Team aus Rotenburg/Fulda, das damit ihren vor zwei Jahren errungenen Wanderpokal wieder los wurde. Außerdem waren am Start: Sportler aus Rothenburg/Saale, Rothenburg ob der Tauber und Rotenburg bei Luzern in der Schweiz. „Aber gewonnen haben alle Rot(h)enburgs“, wie der gastgebende Bürgermeister Andreas Weber während der Preisübergabe deutlich machte.

Nachdem am ersten Abend bis morgens um 5 Uhr gefeiert wurde, hieß es für die Gäste, aber auch für die Wümmestädter früh raus aus den Federn, denn bereits um 9.45 Uhr zogen die Schwimmer ihre ersten Bahnen im Ronolulu. Egal, ob Tischtennis oder Schach, Judo oder Handball, Schießen oder Faustball: In fast allen Sportstätten der Kreisstadt drehte es sich am Samstag alles um das große Städte-Sportler-Treffen.

Rolf Ludwig, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) und einer der Motoren der Veranstaltung, zog übermüdet, aber glücklich ein positives Fazit des 19. Treffens aller Rot(h)enburgs: „Eine wirklich tolle Geschichte, die das gegenseitige Kennenlernen enorm fördert. Friedliche Partys bis in die Morgenstunden und ein tolles Programm. Die Sportler waren bei den verschiedenen Aktivitäten mit Eifer, aber vor allem mit Spaß bei der Sache. Genau das ist der Sinn dieses Treffens.“ Alle Bürgermeister der teilnehmende Städte hätten bestätigt, dass dieser Austausch schon „einzigartig“ gewesen sei.

Dem stimmte Bernhard Büchler, Bürgermeister aus dem schweizerischen Rotenburg unumwunden zu: „Ich bin das erste Mal hier an der Wümme und total begeistert von den kulturellem Austausch und dem tollen Miteinander. Hier entstehen echte Freundschaften. In unserer Gruppe gibt es Leute, die sind schon das zehnte Mal beim Städtetreffen dabei.“

Rot(h)enburger treffen sich an der Wümme - Teil II

Willi Schreiber ist Bürgermeister des kleinsten Orts der Partnergemeinden, denn sein Rothenburg an der Saale zählt gerade mal rund 800 Einwohner. Auch er lobte vor allem die gute Organisation von seinen „Freunden“ von der Wümme: „Das Ganze ist eine tolle Mischung aus Volksfest und sportlichem Wettkampf. Das Treffen hier ist hervorragend organisiert, und überhaupt schlägt diese Partnerschaft bereits seit Jahren eine Brücke zwischen Ost und West. Ausnahmsweise geht es nämlich mal nicht ums Geld.“

Rot(h)enburger treffen sich an der Wümme

Für Andreas Weber war das Treffen eine „tolle Werbung für unsere Stadt, mit einer hervorragenden Außendarstellung“. Durch die vielen Sportveranstaltungen seien auch die Vereine der Wümmestadt ein großes Stück dichter zusammengerückt. „Der Austausch mit unseren Freunden aus den anderen Städten ist eine ungemein wichtige Erfahrung, von der wir in irgendeiner Form profitieren können.“

Heinz Gehnke vom Rotenburger Info-Büro, neben Rolf Ludwig einer der Hauptorganisatoren, hätte es allerdings gerne gesehen, wenn mehr Einheimische, die Wettkämpfe verfolgt hätten: „Da blieben die Sportler eher unter sich.“ Und auch die Stadtführungen seien nicht so gut wie erhofft besucht gewesen. „Aber auch kein Wunder: Die Party am Freitag dauerte zu lange“, schmunzelte Gehnke.Sonderseite

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