Rotenburg und Zeven kooperieren

Stadtwerke wollen emissionsfrei in die Zukunft

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Mit dieser „Wallbox“ wollen die Stadtwerke die Lademöglichkeiten für E-Autos daheim verbessern.

Rotenburg - Die Stadtwerke Rotenburg und Zeven gehen gemeinsam mit einer neuen Produktkampagne für die Energiewende auf den Markt. Unter dem wortspielerischen Label „Zero“ wollen die Partner mit Angeboten in den Bereichen E-Mobilität, Fotovoltaik und Wärmekonzepte dem Ziel von „Null Emissionen“ näher kommen. Den Auftakt macht eine Ladevorrichtung für Elektroautos im Privatbereich.

Weniger als 300 mit Strom betriebene Autos sind derzeit den Angaben nach im Landkreis angemeldet – ein verschwindend geringer Anteil angesichts von insgesamt rund 170 000 gemeldeten Fahrzeugen. Und dennoch: „Ein Wachstumsmarkt.“ Da ist sich Rotenburgs Stadtwerke-Chef Reinhard David sicher. Mit seinem Zevener Kollegen Marcel Meggeneder hat er jetzt die „Zero“-Kampagne vorgestellt. 

„Zielsetzung ist die Entwicklung innovativer Produkte und Konzepte im Rahmen der Energiewende im Landkreis Rotenburg“, heißt es von den Partnern, die „Kompetenzen bündeln wollen, um gemeinsam voranzukommen“. Auch die Stadtwerke als lokaler Versorger stehen natürlich im Wettbewerb mit allen anderen Anbietern – in Zeiten der Digitalisierung muss man hinzufügen: weltweit.

Bequeme und schnelle Lademöglichkeit für E-Autos

Erstes Produkt der „Zero“-Kampagne ist die „Wallbox“, eine E-Auto-Ladestation für die Garage oder Hauswand daheim. „Die Leute sind aus drei Gründen noch zurückhaltend bei E-Autos“, sagt Meggeneder: „Preis, Reichweite und Lademöglichkeiten.“ Am letzten Punkt könnten die Stadtwerke ansetzen und eine bequeme und schnelle Lademöglichkeit anbieten. Die „Wallbox“ ist im Grunde ein sicherer Starkstromanschluss mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt mit eigenem Energiezähler am Hausnetz, mit dem das E-Auto vergünstigt geladen werden kann. Zwei Cent pro Kilowattstunde zahlen die Stadtwerke-Kunden in ihrem Tarif für den Auto-Strom weniger. Beziehe der Hauseigentümer zudem Öko-Strom, erreiche man schon so das Ziel von „Null Emissionen“.

Die „Wallbox“ gibt es in verschiedenen Ausführungen für Privathaushalte oder Gewerbetreibende. Die Ladevorrichtung kann entweder gemietet oder gekauft werden, der Preis liegt zwischen 800 und 1 400 Euro. Die Stadtwerke übernehmen die Kosten für Wartungs- und Störungsservice sowie den jährlichen E-Check.

Strom tanken zu Hause

Die beiden Stadtwerke-Chefs betonen, dass es ein großes Potenzial für Geräte wie die „Wallbox“ gibt. Rund 20.000 Hausanschlüsse versorgen beide Anbieter zusammen in der Region mit Strom, und bei den meisten werde in nicht allzu ferner Zukunft kein Benziner mehr vor der Tür stehen, sondern ein E-Auto. Da die Leute bequem seien und ihren Wagen auch dort aufladen wollten, wo sie eh viel Zeit verbringen, müsste daheim eine vernünftige Basis geschaffen werden. Die böten nun schon jetzt die beiden Stadtwerke – sicher und verlässlich, wie man es gewohnt sei. 

Mit weiteren „smarten Konzepten im Bereich Fotovoltaik und Speicher sowie innovative Wärmekonzepte“ wolle man den Weg in die Zukunft unter dem Label „Zero“ weitergehen. Welche Produkte dahinter stecken, stecke derzeit allerdings noch in der Entwicklung, heißt es. - mk

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