Anmeldung ist ganz einfach

„Stadtradeln“: Zielmarke sind 1.000 Teilnehmer

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Der Rotenburger ADFC-Vorsitzende Manfred Petersen (v.l.), Anke Jacobs und Andrea Rieß vom Umweltschutzbüro und Bürgermeister Andreas Weber rühren für das bevorstehende Stadtradeln kräftig die Werbetrommel. Am 27. Mai beginnt der Spaß.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Vorfreude steigt. Nicht nur bei Bürgermeister Andreas Weber (SPD), sondern auch beim Rotenburger ADFC-Vorsitzenden Manfred Petersen sowie bei Organisatorin Andrea Rieß aus dem Umweltschutzbüro und ihrer dortigen Kollegin Anke Jacobs. In neun Tagen startet die für die Stadt Rotenburg inzwischen vierte Auflage der Aktion „Stadtradeln“. Am Donnerstagvormittag hatten sich bereits 227 Teilnehmer in die Listen eingetragen – mindestens 1.000 sollen es in diesem Jahr werden, sagt Andreas Weber.

„Dieses Zwischenergebnis ist gut“, erklärt Andrea Rieß. Meistens sei in der letzten Woche vor dem Startschuss mit dem großen Schwung zu rechnen. Sie geht also davon aus, dass auch die Zahl der Teams – zurzeit sind es 32 – noch deutlich ansteigen wird. „Es wäre schön, wenn sich vor allem aus den Schulen heraus noch mehr Teilnehmer finden“, meint Manfred Petersen. Er halte es für wichtig, vor allem auch die jungen Menschen noch mehr für das Radfahren zu begeistern. 

Denn genau darum geht es ja schließlich in der Zeit vom 27. Mai bis zum 16. Juni. Alle Rotenburger Teilnehmer sammeln Kilometer und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz. Zugleich erfahren sie im wahrsten Sinne des Wortes, wie einfach es mitunter sein kann, für Wege innerhalb der Stadt auf das Auto zu verzichten. „Aber diese Aktion stärkt auch das Wir-Gefühl – in der Stadt und ganz besonders in den Teams“, versichert der Bürgermeister.

Der Verzicht auf das Auto ist für die Teilnehmer innerhalb dieser drei Wochen übrigens nicht erforderlich. Das gelte ausschließlich für die drei Stadtradel-Stars: Harald Liebelt, Wilfried Petschel und Michael Weichert geben diesmal ihre Autoschlüssel am Starttag ab und dürfen von da an im Aktionszeitraum nur das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen, betont Andreas Weber, der selbst einmal als Stadtradel-Star unterwegs war.

153.999 Kilometer im vergangenen Jahr

Teilnehmen am Stadtradeln können übrigens alle Rotenburger und auch Leute von außerhalb, wenn sie denn in der Kreisstadt arbeiten. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. „Man muss nur Radfahren können“, meint Manfred Petersen schmunzelnd. Erlaubt ist die Teilnahme auch mit einem Elektro-Fahrrad.

153.999 Kilometer haben die 724 Rotenburger Teilnehmer im vergangenen Jahr beim Stadtradeln „gesammelt“ – diesmal peilen die Veranstalter die Marke von 200 000 Kilometern an. Andreas Weber: „Im vergangenen Jahr sind wir erst nach den Sommerferien mit der Aktion gestartet. Es kann ein Vorteil sein, dass wir diesmal schon im Mai loslegen.“ Aus voller Überzeugung trommelt der Bürgermeister ordentlich die Werbetrommel. Radfahren verringere die Umweltbelastung, sei ein Beitrag für die eigene Gesundheit, erhöhe die individuelle Mobilität, reduziere die Kosten, verbessere das „Wir-Gefühl“ und zugleich auch die Kommunikation unter den Bürgern.

Auf eben diese Teambildenden Effekte setzen zahlreiche Betriebe, aber auch Schulen, Vereine, Organisationen in Rotenburg. Die Post ist mit dabei, und auch die Lent-Kaserne hat schon eine Mannschaft angemeldet.

Auftakt am 27. Mai um 11.30 Uhr am Neuen Markt

Im Sattel sitzt natürlich auch der ADFC. Der bietet beim Stadtradeln immer mittwoch ab 10 Uhr Tagestouren an – dabei geht es um Strecken von etwa 60 Kilometern. „Wir treffen uns dafür am Schützenplatz in der Ahe“, so Petersen, der auf viele Teilnehmer hofft.

Das gilt auch für den Auftakt des Rotenburger Stadtradelns am 27. Mai. Um 11.30 Uhr geht es am Neuen Markt los. Nach einer begrüßung brechen die Radfahrer in Richtung Mulmshorn auf. Sie steuern das „Haus der Zukunft“ an, wo sie mittags mit Suppe, Kaffee und Kuchen versorgt werde. „Es wäre schön, wenn die Leute sich vorher bei uns anmelden“, ergänzt Andrea Rieß. Zwingend sei es aber nicht, also auch Kurzentschlossene sich eingeladen, mit dabei zu sein.

Anmeldungen für die das Stadtradeln selbst sind – auch noch im Aktionszeitraum – online und auch persönlich im Info-Büro der Stadt möglich. „Etwa ein Viertel der Teilnehmer kommt dafür zu uns ins Rathaus“, weiß Andreas Weber zu berichten. Schließlich lassen sich dabei auch Fragen klären und Unsicherheiten aus dem Weg räumen. Andrea Rieß ist im Rathaus unter der Telefonnummer 04261 / 711104 zu erreichen. Unter dieser Nummer nimmt sie darüber hinaus die Anmeldungen für den Auftakttag sowie weitere Anfragen möglicher Sponsoren entgegen. Zehn sind es bislang, die die Aktion unterstützen.

www.stadtradeln.de

Radel-Radar

• Was haben Radfahrer und Autofahrer gemeinsam? Ganz einfach: Sie freuen sich, wenn die für sie vorgesehenen Wege und Straßen in Ordnung sind. Die Stadt kümmert sich das ganze Jahr über um die Unterhaltung – und doch kann es mal zu Problemen kommen. Und weil gerade während des Stadtradelns viele Radfahrer unterwegs sind, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Meldungen abzusetzen und die Stadtverwaltung auf Schäden oder andere Auffälligkeiten hinzuweisen. Dafür gibt es online die Meldeplattform „RADar“.

„Wir haben darüber schon eine ganze Reihe von Meldungen erhalten“, sagt Stephan Lohmann, im Rotenburger Rathaus für den Bereich Verkehr zuständig. Dabei handele es sich meistens allerdings um große Themen, wie etwa den schlechten Zustand von Radwegen etwa an der Brauerstraße oder an der Harburger Straße. Was schließt Lohmann daraus? „Dass die Wegeunterhaltung recht gut klappt.“

Dennoch will die Stadt am „RADar“ festhalten – auch über den Aktionszeitraum des Stadtradelns hinaus. Für drei Jahre habe sie sich diesen Service gesichert. Denn: Über diese Meldeplattform könnten Probleme örtlich genau markiert werden. „Das ist nämlich manchmal ein Problem, weil es mitunter schwierig ist, telefonisch den genauen Ort zu benennen“, weiß Lohmann aus eigener Erfahrung. Und dann müsse sich der Bauhof erst auf die Suche machen.

• Im vergangenen Jahr waren über die Online-Plattform sieben Meldungen eingegangen. „Sie alle bezogen sich auf langfristige Vorhaben“, berichtet Stephan Lohmann. Dennoch sei es für ihn selbstverständlich, den Meldern zu antworten und ihnen für die Hinweise zu danken. So oder so: Man gehe den Meldungen nach. Auch das sei schließlich ein Beitrag auf dem Weg zu noch mehr Fahrradfreundlichkeit. Genau die hat sich die Stadt Rotenburg schließlich auf die Fahnen geschrieben. Das ist einer der Gründe, weshalb die Kreisstadt – bislang übrigens noch immer die einzige Kommune im Landkreis – nun schon zum vierten Mal beim Stadtrradeln dabei ist. Das ist übrigens eine bundesweite Aktion des Klima-Bündnisses – Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Rund 700 Kommunen machen mit.

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