Stadtradeln: Rotenburg beteiligt sich an Klimabündnis-Aktion

Bürgermeister verzichtet drei Wochen lang aufs Auto

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Stadtradeln in Rotenburg: Bürgermeister Andreas Weber (SPD, v.l.) fährt mit bestem Beispiel voran und verzichtet drei Wochen lang komplett auf das Auto. Auch Stephan Lohmann, Andrea Rieß, Manfred Petersen und die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann zeigen Flagge und sind begeistert davon, dass viele Rotenburger vom 5. bis zum 25. September viele Kilometer mit dem Rad zurücklegen werden. 500 Teilnehmer haben die Organisatoren im Visier – „dann hätten wir unser Ziel erreicht“.

Rotenburg - Von Guido Menker. Rotenburg beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der bundesweiten Klimabündnis-Aktion „Stadtradeln“. Einzeln oder auch in Teams können alle Rotenburger – also auch die Bewohner der Ortschaften Unterstedt, Waffensen, Mulmshorn und Borchel – sowie Menschen, die in der Kreisstadt arbeiten, einem Verein angehören oder hier zur Schule gehen, mitmachen.

„Wenn wir es schaffen, mehr als 500 Menschen für diese Aktion zu begeistern, haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Als fahrradfreundliche Kommune und Mitglied im Klimabündnis ist es für die Stadt Rotenburg von großem Interesse, dass möglichst viele Menschen daran teilnehmen“, so Weber.

Und der Sozialdemokrat geht in der Zeit vom 5. bis zum 25. September sogar mit bestem Beispiel voran: Er ist nicht einfach nur dabei, wenn es darum geht, für die Stadt möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren und damit eine entsprechend große CO2-Ersparnis zu ergattern. Nein, Weber wird als sogenannter Stadtradler-Star mit von der Partie sein – und deshalb am 5. September seinen Autoschlüssel bei Andrea Rieß vom Umweltschutzbüro abgeben und somit drei Wochen lang auf seinen motorisierten Untersatz verzichten.

Weber folgt damit dem Beispiel von Manfred Petersen, dem Vorsitzenden des Rotenburger Arbeitskreises Fahrradverkehr. Der hatte sich gestern bei der Präsentation der Stadtradel-Aktion sofort bereit erklärt, als „Star“ dabei zu sein, denn diese Teilnehmer müssen sich bereits bis Donnerstag, 27. August, bei der Stadt gemeldet haben. „Wir müssen die Namen eine Woche vor dem Start der Aktion an das Klimabündnis weitergeben“, verrät Rieß, deshalb hoffe sie sehr darauf, dass bis dahin viele Rotenburger dem Beispiel Webers und Petersens folgen.

Wer nicht so ganz auf das Auto verzichten möchte oder kann, aber dennoch gerne mit dem Rad unterwegs ist, sollte ebenfalls an der Aktion teilnehmen. Grundsätzlich bilden sich Gruppen mit mindestens zwei Personen. Diese melden sich im Internet oder mit einem im Info-Büro der Stadt erhältlichen Teilnahmebogen an und radeln los, schreiben ihre gefahrenen Kilometer auf und tragen somit zu einem möglichst guten Ergebnis für Rotenburg bei. Wer keine Gruppe bilden kann, fährt in der sogenannten offenen Gruppe, deren Teamleiterin Andrea Rieß sein wird. Das Radelprotokoll sollte, wenn möglich, tagesaktuell geführt werden, heißt es.

Die bundesweite Aktion findet im Zeitraum vom1. Mai bis Ende September statt. Innerhalb dieser Phase können sich die teilnehmenden Kommunen ganz individuell ihre drei Wochen heraussuchen, in denen sie die Bevölkerung zum Radfahren animiert. Im Internet sind somit auch schon die Ergebnisse aus anderen Städten und Gemeinden einzusehen.

„Ich kann das ja nur super finden“, sagt Manfred Petersen. „Aber mit einem derart fahrradfreundlichen Bürgermeister hat man in diesem Fall ja leichtes Spiel.“ Petersen ist nicht nur im Arbeitskreis Fahrradverkehr aktiv, sondern nebenher auch noch zweiter Vorsitzender des ADFC in Rotenburg – kein Wunder also, wenn er von der Aktion begeistert ist.

Weber verbindet mit dem Stadtradeln drei Ziele: Es gehe einerseits um Gesundheitsförderung, andererseits um einen Beitrag zum Klimaschutz. Und darüber hinaus fördere das Radfahren die Kommunikation, trage somit auch zu einem noch deutlicheren „Wir-Gefühl“ bei. Dass die Teilnehmer ehrlich sind und wirklich nur die von ihnen auch tatsächlich mit dem Rad zurückgelegten Kilometer angeben, setze er voraus. „Es geht ja nicht um Millionen, die zu gewinnen sind.“

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