„Stadtradeln“ zu Ende: Teilnehmer fahren mehr als 80000 Kilometer

Zwei Mal um den Äquator

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Andrea Rieß (v.l.) und Stephan Lohmann geben den (Ex)-„Stadtradel-Stars“ Manfred Petersen, Uwe Knabe und Andreas Weber ihre Schlüssel zurück.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Schluss, aus und vorbei: Die Rotenburger müssen nicht mehr Radeln – zumindest nicht mehr „Stadtradeln“. Es deutet sich an, dass die Stadt bei dem Wettbewerb die zweitaktivste Kommune in Niedersachsen ist.

Aktuell steht die Kreisstadt bei 80528 gefahrenen Kilometern. Das sind umgerechnet mehr als zwei Mal um den Äquator und etwa 11,6 Kilogramm eingespartes CO2. Damit wurde sogar mehr geradelt als in Städten mit mehr Einwohnern wie Göttingen.

Am Freitag haben schließlich die „Stadtradel-Stars“ Manfred Petersen und Uwe Knabe ihre Autoschlüssel zurückbekommen. Antje Liebelt holt ihren erst am Montag ab, hieß es. „Eigentlich hätte ich meinen auch erst dann wieder gebraucht“, warf Uwe Knabe, Mitarbeiter im Verkehrsamt, direkt ein. Auch Bürgermeister Andreas Weber als Ex-„Stadtradel-Star“ bekam seine Autoschlüssel zurück, obwohl er für eine Dienstfahrt den Wagen genutzt hat. „Der Umschlag ist versiegelt geblieben“, versicherte Organisatorin Andrea Rieß vom Umweltschutzbüro.

Insgesamt haben sich 459 Radler bei der Aktion angemeldet, wobei bisher 433 von ihnen tatsächlich Kilometer eingetragen haben. Alle Beteiligten rechnen damit, dass noch Daten nachgetragen werden. Das ist noch bis zum 2. Oktober möglich.

Bei der Stadt trägt Andrea Rieß die Kilometerstände ein: „Wenn ich die Zahlen auf den Zetteln lese, denke ich schon darüber nach, was dahinter für Mühen stecken.“ Das bestätigten auch die „Stadtradel-Stars“. Mancher Kilometer sei sauer gewesen, berichtete Manfred Petersen vom ADFC: „Ich bin gleich am ersten Tag zu einem Geburtstag in die Heide gefahren und hatte direkt 95 Kilometer auf dem Tacho.“

Von den Ergebnissen zeigte sich auch der Bürgermeister überrascht. Es sei außerdem ein neues „Wir-Gefühl“ entstanden: „Man grüßt sich quer über die ganze Straße.“ Doch auch ein Konkurrenzgedanke sei spürbar gewesen, jeder wollte den anderen überholen. „Momentan jagt das Connect-Team noch den ADFC in der Wertung“, so Rieß. Über die Plattform „RADar!“ sei aber nur eine Meldung eingegangen, so Stephan Lohmann, Leiter des Verkehrsamtes. Auch hierfür gilt: Wer Verbesserungen zur Rad-Infrastruktur abgeben möchte, kann das noch bis zum 2. Oktober über die Plattform tun.

Der Sieger der diesjährigen Aktion wird übrigens am Donnerstag, 8. Oktober, um 18.30 Uhr im Foyer des Rathauses bekanntgegeben. Doch schon am Freitag stand fest: Rotenburg ist im kommenden Jahr wieder beim „Stadtradeln“ dabei.

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