Stadt vergibt zum 14. Mal Umweltschutzpreis / Gala-Abend zum Jubiläum

Ausgezeichnete Rotenburger

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Die diesjährigen Gewinner in der Kategorie „Schulen“ mit Andrea Rieß vom städtischen Umweltschutzbüro (l.) und Bürgermeister Andreas Weber (r.).

Rotenburg - Von Lars Warnecke. 25 Jahre Umweltschutzpreis in Rotenburg – das war den Verantwortlichen der Stadt am Donnerstag eine Jubiläumsgala mit Live-Musik, Poetry Slam und rund 100 Gästen wert. Und der Abend im Rathaussaal zeigte: An Relevanz hat die „grüne“ Auszeichnung rein gar nichts eingebüßt.

1989, ein ganz und gar spannendes Jahr. Mit dem Fall der Berliner Mauer öffnet sich der Eiserne Vorhang. Bei der Fußball-Europameisterschaft für Frauen holen sich die Deutschen erstmals den Titel. Und in Rotenburg? Dort heben auf einen SPD-Antrag hin die Stadtverordneten den Umweltschutzpreis aus der Taufe, ein halbes Jahr später wird er zum ersten Mal verliehen.

Dass die seinerzeit vorab erarbeiteten Vergabe-Kriterien – unter anderem geht der Preis jeweils an örtliche Schulen, Vereine/Institutionen und an Privatpersonen – selbst 25 Jahre später noch angewandt werden, bemerkte Andrea Rieß vom städtischen Umweltschutzbüro in ihrer Retrospektive. Und die Verwaltungsfrau wartete mit weiteren Fakten auf: So seien bis heute insgesamt 197 Bewerbungen, die sich in irgendeiner Form mit dem Umweltschutgedanken auseinander gesetzt hätten, im Rathaus eingegangen. Ferner habe die Stadt, der in all den Jahren insgesamt 31 Jurymitglieder zur Seite standen, ein Preisgeld über zusammengerechnet 29900 Euro ausgeschüttet.

Ein inhaltlicher Rückblick, so Rieß, sei aufgrund der Vielfältigkeit erst gar nicht möglich. Nur ein Kuriosum sei ihr noch in guter Erinnerung geblieben: „Eine zu einer Zigarettenkippensammelkiste umgebaute Fernsehleuchte, die auf dem Bahnhof aufgestellt werden sollte.“

An derart ausgefallenen Ideen mangelte es bei der nunmehr 14. Verleihung zwar, doch das Engagement der diesjährigen Preisträger kann sich tatsächlich sehen lassen, wie auch Andreas Weber feststellte. Der Bürgermeister, zugleich Moderator des Abends, drückte seine Freude darüber aus, Bekannte und neue Gesichter auszeichnen zu dürfen – und das wie gewohnt in zwei Wettbewerben. So galt es ebenso denjenigen einen Preis zu überreichen, die sich im Bereich „Insektenfreundliche Gärten“ stark machen. Unterstützung erhielt der Verwaltungschef hierbei vom Jurymitglied und der zweiten Nabu-Vorsitzenden Sarina Pils.

Weitere Würdigungen gingen an so illustre Projekte wie die ganzheitliche Kräuter-AG der Rotenburger Realschule, das Wiederverwertungskonzept des Herbergsvereins Wohnen und Leben oder der erst kürzlich eröffnete Mitmach- und Erlebnisgarten Hartmannshof – ein Gemeinschaftswerk der Rotenburger Werke und des Nabu.

Am Ende der Verleihung, die mit musikalischen Darbietungen der Gruppe „Ma Duo“ sowie einem Beitrag des Slam-Poeten Dennis Schmidt aufgelockert worden war, blickte man nicht nur bei den Preisträgern in glückliche Gesichter – auch die Ausrichter zeigten sich zufrieden. Und Andrea Rieß machte klar: „Wir haben noch Urkunden für einige Jahre.“

Umweltschutzpreis in Rotenburg

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