Stadt Rotenburg steigt mit großen Erwartungen ab Samstag aufs Rad

Einmal um den Äquator

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Andreas Weber und Andrea Rieß vor dem „Radler-Meter“, das die gefahrenen Kilometer und das eingesparte CO2 anzeigt.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Nur der Dienstwagen bleibt noch im Einsatz. Das Privatauto steht ab Samstag in der Garage. Das verspricht Bürgermeister Andreas Weber vor dem Beginn der dreiwöchigen Aktion „Stadtradeln“. Er ist einer von vier Stadtradler-Stars in Rotenburg, die komplett auf den eigenen Wagen verzichten werden. Für hunderte weitere Teilnehmer sind die Regeln nicht ganz so streng, aber auch für sie gilt vom 5. bis 25. September: möglichst oft aufs Rad steigen.

Mit der Teilnahme an der Aktion des Klima-Bündnisses will die Kreisstadt ein Zeichen für weniger CO2-Ausstoß setzen. Schon im vergangenen Jahr wollte Rotenburg dabei sein, musste aus organisatorischen Gründen jedoch absagen. Zur Premiere in diesem Jahr misst sich die Stadt sich unter anderem mit 341 anderen Kommunen bundesweit – darunter die nähesten Nachbarn Buchholz und Achim. Es geht darum, Kilometer zu sammeln. „So entsteht eine andere Kultur“, beteuert Weber, und Organisatorin Andrea Rieß vom Umweltschutzbüro der Stadt unterstreicht: „Rad fahren ist nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung.“

Wochenlang hat die Stadt nun darum geworben, die mit Rotenburg verbundenen Menschen zur Teilnahme zu motivieren. Weber bezeichnet die Resonanz als Erfolg: Gestern Nachmittag standen 178 Teilnehmer in 33 Teams auf der Liste. Damit sei man zwar noch ein gutes Stück vom Ziel 500 Teilnehmer entfernt, aber Weber und Rieß sind optimistisch. Denn es sei zu einen ja auch noch während der dreiwöchigen Aktion jederzeit möglich, sich anzumelden, zudem hätten auch viele Radler die Meldebögen auf Papier im Rathaus abgeholt. Bis zu 150 weitere Teilnehmer sieht Rieß über diesen klassischen Weg.

Aufräumen möchte die Organisatorin des hiesigen „Stadtradelns“ noch mit kursierenden Irrtümern. Es sei natürlich niemand – bis auf die vier „Stadtradler-Stars“ – dazu verpflichtet, komplett aufs Auto zu verzichten. Zudem müssten die gefahrenen Kilometer nur geschätzt, nicht genau gemessen online oder auf den Bögen eingetragen werden. Und schließlich könnten nicht nur Rotenburger, sondern auch alle in Rotenburg Arbeitenden ihre hier oder anderswo mit Fahrrad, E-Bike oder sogar Rollstuhl gefahrenen Strecken angeben. Bei 200 Teilnehmern hofft der Bürgermeister auf eine Reise um die Welt. 40074 Kilometer sind es einmal um den Äquator, das wären rund 200 Kilometer pro Teilnehmer. „Das ist machbar“, sagt der Verwaltungs-chef, der schon am Samstag bei der großen Auftakt-Radtour ab 10 Uhr von der Geranienbrücke nach Waffensen vorne mitradeln will.

www.stadtradeln.de

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