Stadt prüft öffentliche Trinkbrunnen

Rotenburger Wasser für Rotenburg

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Der Wasserspender im Rathaus ist ein Ärgernis.

Rotenburg - Die Grünen wollen Rotenburger Wasser für Rotenburger Bürger. Im Umweltausschuss der Stadt wurde am Montagnachmittag diskutiert, ob es sinnvoll sei, einen Wasserspender der Marke Nestlé für die Allgemeinheit aufzustellen. Seit 2009 liefert das Gerät rund 27 Liter monatlich für den Durst der Bürger, doch das soll sich ändern. Die Grünen haben einen Antrag gestellt, dass „Wasser aus unbekannter Quelle eines Großkonzerns“ gegen ein Angebot mit Leitungswasser aus der Rotenburger Rinne auszutauschen.

Dass das nicht ganz so einfach ist, verdeutlichte Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Zwar lasse sich der Versorgervertrag, der die Stadt 300 bis 400 Euro jährlich koste, ohne Probleme kündigen. Doch die Stadtwerke als Anbieter des heimischen Trinkwassers böten noch keinen ähnliche Spender an. Das ließen die Grünen wiederum nicht als Argument gelten. Ausschussmitglied Ekkehard von Hoyningen-Huene stellte Beispiele seines Arbeitgebers „Hamburg Wasser“ vor, wie auch leitungsgebundene Wasserspender günstig aufzustellen sind. „Mit einem solchen System machen wir auch Werbung für die Rotenburger Rinne“, so Hoyningen-Huene.

Der Stadtverwaltung wurde schließlich per einstimmigem Beschluss der Auftrag erteilt, sich über entsprechende Systeme zu informieren und diese in einer späteren Sitzung des Ausschusses vorzustellen. Auch soll dann die Möglichkeit diskutiert werden, weitere öffentliche Wasserspender aufzustellen. Gerade an Schulen und in Kindergärten seien diese sinnvoll, hieß es. Allerdings müssten diese dann auch die entsprechenden hohen hygienischen Anforderungen genügen.

mk

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