Stadt gibt Neubau der Kindertagesstätte am Lönsweg bekannt

Zeit für etwas Neues

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Ursula Tödter, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte am Lönsweg, freut sich, dass es im kommenden Jahr mit dem Neubau losgeht.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Mit der evangelischen Kindertagesstätte am Lönsweg in Rotenburg geht es zu Ende – zumindest mit dem Gebäude. Denn das reißt die Stadt ab Juni 2016 ab. An selber Stelle entsteht dann ein neues Haus.

Die Kita am Lönsweg ist 1967 entstanden und von der Bausubstanz die älteste Einrichtung in Rotenburg. „Das Gebäude ist energetisch noch in den 60er Jahren. Eine Sanierung fand nie statt“, berichtet Clemens Bumann vom Amt für Planung, Entwicklung und Bauen der Stadt im Pressegespräch. Inzwischen sei es so alt, dass es den modernen Anforderungen nicht mehr entspricht, so Bumann. Auch in Sachen Arbeitsschutz hätte es Beanstandungen gegeben. Zeit also für etwas Neues – das ist schon seit 2012 vorgesehen, doch erst in der vergangenen Sitzung des Verwaltungsausschusses wurde der Neubau einstimmig beschlossen, so Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Träger der Einrichtung ist zwar der Evangelisch-lutherische Kindertagesstättenverband in den Kirchenkreisen Rotenburg und Verden. Trotzdem haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass die Stadt den Neubau plant. Das sei günstiger, begründet Bumann. Die Kosten trägt am Ende sowieso die Stadt. 1,8 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. 600000 Euro sind dafür im Haushalt für das Jahr 2016 vorgesehen, die restlichen 1,2 Millionen Euro für 2017. Und da die Stadt damit rechnet, dass der Bau etwa ein Jahr in Anspruch nimmt, ist für den Übergang die Unterbringung in Containern in der Nähe des Lönsweges geplant. Auch diese Kosten – etwa 100000 Euro – sind in der Gesamtsumme mit eingeplant. Für die konkrete Planung, die im Frühjahr beginnt, hat die Stadt das Architekturbüro Maass Oesterling Röndigs (MOR) beauftragt. Zum neuen Kindergartenjahr 2017 soll dann alles fertig sein.

Das alte Gebäude weicht einem neuen, das auch noch größer ist. 750 Quadratmeter sollen es sein, denn es soll auch mehr Räume zum Beispiel zum Musizieren und zum Wickeln geben. Für die Gruppen sollen die Räume etwa 50 m2 groß werden. Auch auf dem 4000 m2 großen Außengelände wird sich einiges tun, denn auch die Form des Gebäudes soll sich ändern.

Dass mehr Platz benötigt wird, liegt an den neuen Anforderungen für Kindertagesstätten. Für die Kita am Lönsweg bedeutet das: Es kommen 15 Kinder mehr. Dafür müssen die Gruppenräume vergrößert werden. „Die sind momentan auf 20 Kinder ausgelegt“, berichtet Ursula Tödter, stellvertretende Leiterin. „Wir platzen aus allen Nähten und freuen uns, wenn das neue Gebäude fertig ist“, verdeutlicht sie die Situation. Derzeit gibt es vier Gruppen mit jeweils rund 20 Kindern ab drei Jahren. Insgesamt sind zwölf Erzieherinnen in der Einrichtung tätig. Es gibt auch Ganztagsangebot, auf das das Gebäude zugeschnitten wird. Fraglich sei noch, ob es einen Speiseraum gebe, so Bumann.

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