12. Rotenburger Präventionsfachtagung im Buhrfeindsaal

Sport als Weg zum Ziel

Veranstalter und Referenten Andreas Weber (v.l.), Burkhard Klein, Bernhard Prankel, Karin Stabbert-Flägel (PI Rotenburg), Rita Salgmann (Zentralstelle Prävention) und Thomas Teuber (PI Rotenburg) während der Tagung rund um die Integration. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Bereits zum 12. Mal führten die Polizeiinspektion Rotenburg, der Präventionsrat der Stadt und die Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie des Diako am Dienstageine Fachtagung zur Prävention vor Ort durch. Unter dem Motto „Integration ist die beste Prävention“ beleuchteten Experten das Thema von vielen Seiten. In Praxisforen konnten die Tagungsteilnehmer unter anderem im Bereich Integration durch Sport, Flüchtlinge und Sozialarbeit sowie Schule und Krieg mehr Einblicke in die Arbeit speziell mit Jugendlichen bekommen. Der Fachtag will damit einen Beitrag zur Integrationsarbeit leisten und die interkulturelle Kompetenz stärken.

In den vergangenen Wochen und Monaten sind viele Flüchtlinge und Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Die Arbeit mit jungen Flüchtlingen stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen, hieß es seitens der Veranstalter bei der Eröffnung der Tagung.

Sie komplettierten das geschnürte Paket durch Informationsstände in den Nebenräumen des Buhrfeindsaales. So stellten das Landeskriminalamt Niedersachsen, die Opferhilfe „Weißer Ring“, die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen, die Vereine Simbav, Sozialmedizin Bremervörde, der Julius-Club sowie die „Offene Sportprojekt“ sich und ihre Integrationsarbeit vor.

„Wir wollen heute hier etwas produzieren, was Sie für ihre tägliche Arbeit mitnehmen können“, wandte sich der Chef der Rotenburger Polizei an die Teilnehmer zumeist aus pädagogischen, medizinischen und sozialen Berufen. „Durch Einsicht und Verständnis soll das Netzwerk Prävention eine deutliche Stärkung erfahren“, zeigte er eines der Ziele auf.

Dass es in Rotenburg mit der Integration von Migranten und Flüchtlingen ganz gut läuft, erfuhren die Zuhörer, als der Bürgermeister Andreas Weber (SPD) die aktuelle Flüchtlingssituation in der Kreisstadt schilderte.

Er betonte, wie positiv sich die multikulturelle Kultur seit vielen Jahren hier Dank der vielen ehrenamtlichen Bürger entwickelt hat. „Wir können in Rotenburg diesbezüglich auf ein großes Netzwerk zurückgreifen“, so Weber und erklärt weiter: „Wir haben durch die Zuwanderung keine Auffälligkeiten im Bereich Kriminalität feststellen können. Im Gegenteil wir haben eine kulturelle Bereicherung durch diese Menschen erfahren“, hob er hervor.

Bernhard Prankel erklärte, wie mit traumatisierten Kindern umgegangen werden sollte. Kritische Lebensereignisse wie Naturkatastrophen, Kriege, Unfälle aber auch private Gewalt können Auslöser der Traumata sein. Dadurch können Wahrnehmungen und Empfindungen gestört sein und die eigene Handlungsweise eingeschränkt sein. Diesen Menschen kann geholfen werden. Sie brauchen jemanden mit dem sie sprechen können, dem sie vertrauen können, der ihre Sprache spricht, der ihnen Mut macht und der sich für sie einsetzt, hieß es. „Der Umgang mit den Opfern sollte einfach, konkret und alltagsnah“, betonte der Experte.

Sport als Weg zum Ziel, so ist der Vortrag des Referenten Lothar Kannenberg aus Bothel in einem Satz zusammenzufassen. Im Sport geht es zum Beispiel um Fairness, Respekt, Disziplin und Pünktlichkeit und das nutze er in seinen Einrichtungen (Akademien), erklärte der Referent, der als autodidaktischer Erziehungsheimleiter unter anderem an seiner Akademie in Bremen tätig ist.

go

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